Weizenanbau im Trockengebiet

Das extrem trockene und heiße Wetter verlangt neue wassersparende Anbaustrategien, will man weiterhin gute Weizenerträge erzielen.
Schmale Meißelscharen sind für Saatbeetbereitung und Tiefenlockerung besser geeignet.
Schmale Meißelscharen sind für Saatbeetbereitung und Tiefenlockerung besser geeignet.

Nach einer frühräumenden Vorfrucht, zB Raps, muss sofort die Kapillarität unterbrochen werden, um die Verdunstung von Wasser aus dem Boden zu unterbrechen. Auf keinen Fall aber darf der Boden in groben Brocken liegen bleiben, weil diese durch die Austrocknung verhärten und später mechanisch nicht mehr zerkleinert werden können. Was hat das mit Wasser schonen zu tun? Wenn später bestellt wird, bleiben die groben Brocken erhalten. Da sie aber weniger Wasser aufnehmen, fließt nach der Wassersättigung der Krume mehr Wasser oberflächlich ab und gelangt nicht in den Boden. Das gleiche gilt auch, wenn der Boden im Herbst nass bearbeitet wird. Die entstandene Schwarte nach dem Pflügen oder Brocken nach dem Grubbern müssen nach dem Angrauen sofort zerkleinert werden.
Wichtig:
Je mehr im Frühjahr mit Trockenheit zu rechnen ist, um so mehr Feinerde muss bei jedem Arbeitsgang geschaffen bzw. erhalten werden, damit der Boden mehr Wasser aufnehmen, aber auch das Wasser kapillar aufsteigen kann.
Die Kapillarität ist an den Kontakt zwischen den Bodenfeinaggregaten angewiesen. Wenn zu wenig Kontaktstellen vorhanden sind, weil die Kluten zu grob sind, reicht der Wasseraufstieg aus dem Unterboden nicht aus.

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Aktualisiert am: 27.08.2003 14:00
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