Weiter Aufwind am EU-Schweinemarkt

In Österreich stieg der Schlachtschweinepreis für die KW 25 um 3 Cent. Deutschland notierte nach Hauspreis-Ansage von Tönnies seitwärts. Grillwetter und Angebote im LEH verschärfen die Unterdeckung weiter.
Der Schlachtschweinepreis von 17. bis 23.6. für Österreich liegt bei 1,57 Euro (Basispreis).
Der Schlachtschweinepreis von 17. bis 23.6. für Österreich liegt bei 1,57 Euro (Basispreis).
Der Frühsommer beschert dem EU-Schweinemarkt stabile und weiter steigende Preise. Sinkende Schlachtzahlen und lebhafterer Frischfleischabsatz verändern wie üblich die Marktverhältnisse in dieser Jahreszeit und prägen EU-weit den Absatz. In Frankreich (+4 Cent) sowie Spanien und Italien heben die Vorboten des Sommertourismus die Notierungen um mehrere Cent. In Spanien kletterte das korrigierte Preisniveau auf EUR 1,842 je kg Schlachtgewicht.
Entgegen dem aktuellen europäischen Markttrend blieben hingegen die Preise in Deutschland gegenüber der Vorwoche unverändert. Eine Ansage des Schlachtunternehmens Tönnies, Hauspreise veranschlagen zu wollen, machte eine Veränderung nach oben zunichte. Die deutsche Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) ist über den verpatzten Preisanstieg - wenig verwunderlich - enttäuscht.

Österreich: + 3 Cent
In Österreich sind aktuell schlachtreife Schweine rar wie selten zuvor. Attraktive Grillfleischaktionen im LEH bei klar unterdurchschnittlichem Schweineangebot verschärfen die Unterdeckung. Ein abermals unter dem Bedarf liegendes Angebot für die neue Schlachtwoche war der Treiber zum weiteren Preisplus in einer Höhe von 3 Cent. "Die überwiegend freundliche Marktlage könnte nun von längerer Dauer sein", schätzt Johann Schlederer von der Schweinebörse, insbesondere dann, "wenn das Wetter mitspielt".

Aktualisiert am: 19.06.2013 08:17
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