Weide und Melkroboter kombinieren

Bis vor vier Jahren standen die Kühe der Familie Schmid im Anbindestall. Seit dem vergangenen Sommer kommen die Tiere auf die Weide, gemolken wird automatisch. Ein Blick in einen Bio-Betrieb mit Melkroboter.
Rund um den Stall sind sieben Hektar Grünfläche. Diese werden in drei Koppeln eingeteilt und im Wechsel beweidet. Foto: Vetta
Rund um den Stall sind sieben Hektar Grünfläche. Diese werden in drei Koppeln eingeteilt und im Wechsel beweidet. Foto: Vetta
Neugierig stehen Claudia und Robert mit ihrer Mutter am Zaun. Mit Grasbüscheln in ihren Händen wollen die Kinder die Kühe anlocken. Kuh Lotte folgt dem Angebot und kommt näher. Freudig streichen die beiden dem Rind über den Kopf. Mutter Renate sagt: „Wenn wir hier spazieren, kommen wir nicht daran vorbei bei den Kühen stehen zu bleiben. Die Kinder freuen sich immer, wenn sie bei den Tieren sein können.“ Seit 1. Juli 2017 treiben die Schmids ihre 50 Fleckviehkühe auf die Weide. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Als Betrieb mit Melkroboter aber durchaus ungewöhnlich. Grund dafür ist der Umstieg von konventioneller auf biologische Bewirtschaftung mit 1. Jänner dieses Jahres. Betriebsführer Franz Schmid erklärt: „Es war der Wunsch meiner Tochter Ines, auf Bio umzustellen. Wirtschaftlich ist es natürlich auch attraktiv.“ Die Molkereien zahlten 2017 im Durchschnitt etwa 13 Cent weniger für konventionelle Milch. Der Landwirt sagt: „2015 lag der konventionelle Preis teilweise bei 25 Cent. Da war der Unterschied zur Bio-Milch gewaltig.“ Bereits bei der Planung des Stalles 2013 entschloss sich die Familie auf Bio umzustellen. Rund sechs Hektar Ackerflächen, teilweise in unmittelbarer Stallnähe, wurden dafür in Grünland umgewandelt. Der Hauptkostenpunkt bei der Umstellung sind die Kraftfutterkosten. Schmidt erklärt: „Eine Tonne konventionelles Kraftfutter kostet mich monatlich 270 Euro. Für Biokraftfutter zahle ich fast das Doppelte.“ Die Kraftfutterzuteilung erfolgt hauptsächlich über das automatische Melksystem. Durchschnittlich bekommt jede Kuh knapp 2,5 kg Kraftfutter über den Melkroboter. Um die Tiere zum Fressen am Futtertisch anzuregen, verstreut der automatische Futteranschieber zusätzlich ein Kilogramm Lockfutter pro Kuh und Tag.

Unbeschränkter Zugang zur Weide
Mit der Umstellung auf Bio war für die Schmids klar, dass die Tiere auch auf die Weide kommen. Diese Änderung war weder für die Tierhalter noch für die Kühe ein Problem. Jungbauer Jochen Schmid bestätigt: „Den Kühen gefällt es auf der Weide und sie haben sich sofort daran gewöhnt.“ Rund um den Stall sind sieben Hektar Grünfläche. Diese werden in drei Koppeln eingeteilt und im Wechsel beweidet.

Neue ÖAG Broschüre
In den letzten Jahren gewinnen auch auf Bio-Milchviehbetrieben AMS an Bedeutung. Dass die Weidehaltung mit AMS gut kombinierbar ist, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse sowie Praxisbeispiele. Dennoch gibt es auch häufig Bedenken seitens der Praktiker diesen Weg einzuschlagen. In der aktuell erschienenen ÖAG-Info mit dem Titel „Bio-Weidehaltung und AMS – So funktioniert es!“ ist zusammengefasst, worauf es beim Bauen, in der Technik, in der Fütterung, im Herdenmanagement und in der Weideführung bei Kombination von AMS und Weide ankommt.

Bestellen Sie die ÖAG-Info direkt auf der ÖAG-Homepage , per E-Mail an office@gruenland-viehwirtschaft.at oder telefonisch unter +43 (0)3682 22451-317.

Die gesamte Reportage lesen Sie im LANDWIRT Ausgabe 4/2018.
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Aktualisiert am: 06.02.2018 09:53
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    Westfalia Milchtank, automatische Reinigung, Zusatzheizung, Wärmerückgewinnung mit 300 l, Boiler, R 404 Kühlkompressor, Juni 2017 neu, 1,90 Breite, 2,30 Länge, 2,30 Gesamthöhe, bei Bedarf mit manuellem 100 l Puffertank für Melkroboterbetrieb.
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    Da wir auf einen Melkroboter umsteigen,verkaufen wir Ende Juni unseren sehr gut erhaltenen 4er Side by Side Melkstand samt der kompletten Westfalia Melkanlage. Zurzeit melken wir noch mit der Anlage und es kann der Melkstand in Betrieb besichtigt werden.