Wasser – der vergessene Rohstoff in der Rinderfütterung (Schwerpunktthema)

Eine angepasste Wasserversorgung ist die Voraussetzung für eine gesunde Produktion, ausreichendes Wachstum, hohe Fruchtbarkeit und entsprechende Leistungsbereitschaft.
Eine Kuh muss soviel wie möglich saufen können. Ballen-, Nippel-, Zungentränken minimieren ebenso wie alte Tränkebecken mit einem geringen Wasserzulauf die Wasseraufnahme. Am liebsten saufen Kühe in tiefen Zügen – bis zu 20 Litern und mehr in der Minute – von einer freien Wasseroberfläche.
Eine Kuh muss soviel wie möglich saufen können. Ballen-, Nippel-, Zungentränken minimieren ebenso wie alte Tränkebecken mit einem geringen Wasserzulauf die Wasseraufnahme. Am liebsten saufen Kühe in tiefen Zügen – bis zu 20 Litern und mehr in der Minute – von einer freien Wasseroberfläche.
Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel und darüber hinaus ein billiger und bedenkenloser Leistungsförderer. In vielen Milchviehställen kann die Wasserversorgung der Tiere und damit die Leistungsfähigkeit der Tiere gesteigert werden. Tränkeeinrichtungen, die den Bedürfnissen der Tiere optimal entsprechen, führen zu höherem Futterverzehr und zu mehr Leistung. Neben der Sauberkeit und den chemischen und biologischen Inhaltsstoffen des Wassers sind der Standort und die Durchflussgeschwindigkeit der Tränke entscheidend. Offene Wasserquellen werden bevorzugt, wobei die Wassertemperatur nur bedingt eine Rolle spielt.

Einer mangelnden Wasseraufnahme sollte unbedingt nachgegangen werden. Gründe dafür können zB ein enges Tier-Tränke-Verhältnis, der falsche Tränketyp, eine falsche Anbringung oder Funktionsmängel der Tränke, ein ungenügender Wasserdruck, verschmutztes Wasser oder die absichtliche Begrenzung der Wasserversorgung sein.

Unsere Tiere haben viel sensiblere Sinnesorgane als der Mensch und reagieren rasch auf die Änderung der Wasserqualität. Daher gilt, dass man den Tieren nur Wasser anbieten soll, das man auch selbst trinken würde.

Autoren: Dipl.-Ing. Karl WURM, Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark,
Dipl.-Ing. Michael PICHLER, Kammer für Land- und Fortswirtschaft in Salzurg.


Autor:
Aktualisiert am: 04.08.2006 13:27
Landwirt.com Händler Landwirt.com User