Was bringt die österreichische Präsidentschaft der Landwirtschaft?

Mit 1. Jänner 2006 übernimmt Österreich den Vorsitz in der Europäischen Union. Das bedeutet, dass wir auch im Bereich der Landwirtschaft in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres sowohl Europa in der Welt zu vertreten haben und als auch nach innen Kompromisse unter den 25 Mitgliedsstaaten herbeiführen müssen.
Die ländliche Entwicklung ist der für Österreichs Bauern wichtigste Topf, Änderungen wirken sich hier für die heimische Landwirtschaft am stärksten aus.
Die ländliche Entwicklung ist der für Österreichs Bauern wichtigste Topf, Änderungen wirken sich hier für die heimische Landwirtschaft am stärksten aus.
Im Bereich der ländlichen Entwicklung wird es nächstes Jahr um die Fertigstellung und Implementierung der Programme gehen. Die Landwirtschaftsminister der EU haben sich diesen Sommer auf eine neue Verordnung zur Ländlichen Entwicklung geeinigt. Für Österreich ist die ländliche Entwicklung noch viel wichtiger als für die anderen EU-Staaten. Wir verwenden über 60% der Agrargelder dafür, wohingegen der EU-Schnitt nur bei 15% liegt. Den Schwerpunkt im ländlichen Entwicklungsprogramm hat Österreich in den vergangenen Jahren beim Umweltprogramm ÖPUL und der Ausgleichszulage für benachteiligte und Berggebiete gesetzt.

Das Verhandlungsergebnis, das wir für die Jahre 2007 – 2013 erzielt haben, garantiert uns, dass wir dem ÖPUL und der Bergbauernförderung weiterhin den Stellenwert einräumen können, der für die zukünftige Entwicklung der österreichischen Agrar- und Umweltpolitik von enormer Bedeutung ist. Weiters werden auch Kooperationender Landwirtschaft mit dem Verarbeitungssektor vom Nahrungsmittelbereich auf die Forstwirtschaft ausgedehnt werden können. Der Schwerpunkt in der ländlichen Entwicklungspolitik soll in der Wettbewerbsfähigkeit, dem Landmanagement und der Lebensqualität gelegt werden. Die Ausarbeitung der Programme, die bereits seit längerem im Gange ist, muss kommendes Jahr abgeschlossen werden.

Autor: Landwirtschaftsminister Josef PRÖLL, Wien


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Aktualisiert am: 22.09.2005 11:36
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