Warten auf Preisanstieg am EU-Schweinemarkt

Das Angebot an Schlachtschweinen ist derzeit noch reichlich. Die Notierung bleibt in Österreich und Deutschland unverändert. Alle warten auf einen Anstieg der Temperaturen.
Für die Kalenderwoche 15 notiert der Schweinepreis in Deutschland und Österreich unverändert.
Für die Kalenderwoche 15 notiert der Schweinepreis in Deutschland und Österreich unverändert.
Weitgehend unveränderte Notierungen prägen auch diese Woche den EU-Schweinemarkt. Das Fleischangebot dürfte unionsweit noch reichlich ausfallen, darauf deuten auch Aussagen der Fleischunternehmen in Deutschland hin, die ihre polnischen und spanischen Mitbewerber wegen deren Schleuderaktionen bei allen Fleischteilen offen kritisieren. Die französische Notierung sinkt leicht (-0,4 Cent), die deutsche bleibt diese Woche weiter stabil.
In Österreich konnte der Schweinemarkt letzte Woche nicht vollständig geräumt werden. Ausschlaggebend dafür waren der fehlende Schlachttag am Ostermontag und insgesamt zu wenig Bewegung im Fleischgeschäft. Nicht die Ertragslage, sondern der Zwang zur Beschäftigung auf allen Ebenen in der Wertschöpfungskette hält zurzeit den Warenstrom in Bewegung. Vor diesem Hintergrund wurde auch hierzulande der Mastschweine-Notierungspreis auf Vorwochenniveau festgelegt, er bleibt somit bei einem Basispreis von 1,54 Euro je kg.
Die kurzfristigen Marktaussichten werden vor allem vom Außenhandel und der Witterung beeinflusst: "Das Warten auf Impulse durch Exporte in Drittländer oder vonseiten des Wetters scheint zum Marathon zu werden. Die Hoffung aller Marktteilnehmer, das Ziel bald erreicht zu haben, stützt das aktuelle Preisgefüge", erläutert Johann Schlederer von der österreichischen Schweinebörse.

Schweinepreis in Deutschland
Ähnlich wird die Situation von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) eingeschätzt: "Die Temperaturen sind das Zünglein an der Waage bei den aktuellen Fleischgeschäften. Wird es ab Wochenmitte tatsächlich wie angekündigt wärmer, so bedeutet das den Start der Grillsaison", so die ISN. Wenn es außerdem zum erwarteten Rückgang des Lebendangebots komme, dürfte der lang ersehnte Preisanstieg tatsächlich näher rücken.

Aktualisiert am: 10.04.2013 08:56
Landwirt.com Händler Landwirt.com User