Warnung vor Bienensterben durch Agrargifte

Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 warnt dieser Tage vor einem weiteren Bienensterben im kommenden Frühjahr durch Agrargifte. Landwirte müssen den Bienenschutz ernst nehmen!
Gefahr Beizmittel und verschwiegene Daten

Durch Maisbeizmittel und andere Pestizide und Insektizide der Intensivlandwirtschaft sind viele Bienenvölker in Gefahr.
Durch Maisbeizmittel und andere Pestizide und Insektizide der Intensivlandwirtschaft sind viele Bienenvölker in Gefahr.
Ein Bewußtsein allein für Bienen reicht nicht mehr aus. Die
Bienen brauchen dringend konkrete Taten, meint Global 2000 in der Presseaussendung. Nur ein Verbot der betreffenden Maisbeizmittel wird ein erneutes massives Bienensterben im kommenden Jahr verhindern", so Werner Müller, Imker und Bienenexperte.
2010 war bereits das dritte Jahr in Folge, in dem zahlreiche Bienenvölker nachweislich durch Maizbeizmittel vergiftet wurden. Im Gegensatz zu Italien und Deutschland ist das Maisbeizmittel Clothianidin in Österreich aber immer noch erlaubt.
Das sei fatal für viele Bienen und ImkerInnen. Global 2000 behauptet, dass die durch die Behörden erhoben Daten zum diesjährigen Bienensterben immer noch unter Verschluss gehalten werden und dass Imker noch keine faire Entschädigung erhalten hätten.

Alle müssen etwas tun

Landwirtschaft ist Lebenswirtschaft. Das Problem würde kleiner werden, wenn Landwirte, so gut es geht, auf alternative ungefährliche Beizmittel oder alternative Fruchtfolgen und Bewirtschaftunsgmethoden wie Biolandbau umsteigen würden. Die Biene ist von enormer ökologischer Bedeutung. Stirbt die Biene, stirbt das Land. Es ist traurig, dass agrarische Produktionsmethoden selbst die Ursache für eine Bedrohung des Lebensraums geworden sind. Der Konsument kann aber ebenso wie der Bauer seinen Beitrag zur Problemlösung beitragen, indem er zB. vermehrt biologische Lebensmittel einkauft. Auch gesetzliche Regelungen, zB. Verbote schädigender Beiz- und Spritzmittel sind nötig. Ein gemeinsamer Einsatz zum Wohle der Biene lohnt sich daher für alle und ist höchst an der Zeit.


Aktualisiert am: 25.11.2010 07:54
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