Warnung vor ASP-Einschleppung aus Osteuropa

Die Afrikanische Schweinepest wurde in der Ukraine und in Russland festgestellt. Um eine Einschleppung in die EU zu verhindern, soll niemand Schweinefleischerzeugnisse aus den betroffenen Regionen mitbringen. Verstärkte Kontrollen an den EU-Außengrenzen.
Um die europäischen Schweinebestände vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen, sollten keine Schweinefleischerzeugnisse aus den betroffenen Regionen mitgenommen werden.
Um die europäischen Schweinebestände vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen, sollten keine Schweinefleischerzeugnisse aus den betroffenen Regionen mitgenommen werden.
Reisende sollen derzeit keinerlei Schweinefleischerzeugnisse aus Russland oder der Ukraine mit nach Deutschland bringen. Davor hat das Bundeslandwirtschaftsministerium am Dienstag vergangener Woche eindringlich gewarnt. Anlass ist der erstmalige Ausbruch beziehungsweise Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Schweinebestand in der Ukraine Ende Juli. Dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge wurden bereits zahlreiche Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene gegen eine Einschleppung der ASP getroffen, da diese Tierseuche in der Russischen Föderation und anderen benachbarten Staaten schon seit längerer Zeit grassiert. An den Außengrenzen der EU würden verstärkte Kontrollen durchgeführt, und die Krisenpläne zur Bekämpfung von Tierseuchen seien angepasst worden. Die Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen aus den betroffenen Staaten in die EU sei verboten, betonte das Agrarressort. Allerdings könne der Erreger auch über Lebensmittel wie Schweinefleisch, Rohwürste oder Salami eingeschleppt werden, wenn sie aus den gefährdeten Regionen mitgebracht würden und dann beispielsweise als Speiseabfälle an Haus- und Wildschweine gelangten.
Deshalb dürften keine derartigen Lebensmittel aus den von der ASP betroffenen Gebieten mitgebracht werden. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest laut Ministerium ungefährlich. In Schweinebeständen könne sie jedoch schwerwiegende Auswirkungen haben, wie das Geschehen in Russland bereits gezeigt habe. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus warnte ebenfalls vor einer Einschleppung der ASP. „Anders als gegen die Klassische Schweinepest, die in den neunziger Jahren unser Land heimgesucht hat, steht zur Bekämpfung dieser Pest kein Impfstoff zur Verfügung“, gab Backhaus zu bedenken. Laut seinen Angaben wurde die Afrikanische Schweinepest im Jahr 2007 von Afrika nach Armenien, Georgien und Russland verschleppt. Seither verbreite sich die Tierseuche unkontrolliert innerhalb Russlands und von dort nach Westen. Italien bemühe sich seit 30 Jahren vergeblich, die ASP auf Sardinien zu tilgen, erklärte der Minister. Die gesamte Insel sei kürzlich vom Handel mit Schweinen und Schweinefleisch ausgeschlossen worden.

Aktualisiert am: 14.08.2012 11:02
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