Waldverbände: Holzvermarktung 2008

Die Geschäftstätigkeit der Waldverbände war im Jahr 2008 stark von den Sturmschäden, die durch „Paula“ und „Emma“ Anfang 2008 entstanden sind und dem Einbruch der Schnittholzmärkte im vierten Quartal geprägt.
Die Orkanstürme hinterließen nur ein Jahr nach „Kyrill“ rund 8,4 Millionen Festmeter Schadholz, die es galt in Abstimmung auf die Transport- und Übernahmekapazitäten der Holz verarbeitenden Industrie aufzuarbeiten.

Sägerundholz

Die im Jahr 2008 über die Waldverbände vermarktete Holzmenge beläuft sich auf 3,06 Mio. Festmeter. Dies bedeutet einen Rückgang von rund 8% gegenüber 2007 und betrifft vor allem Sägerundholz, das Sortiment mit der höchsten Wertschöpfung. Dieses liegt mit knapp 2,24 Mio. Festmetern um rund 11% unter dem Wert des Vorjahres. Den mengenmäßig größten Anteil an Sägerundholz erbrachte der Waldverband Steiermark, der von den beiden Orkanen „Paula“ und „Emma“ am schwersten betroffen war. Beachtenswert ist die Solidarität jener Verbände die von Katastrophen verschont blieben. So haben deren Mitglieder ihre Produktion nahezu eingestellt, um eine raschere Entlastung des Marktes zu ermöglichen.

Energieholz

Der milde Winter 2007/2008 und die hohen Brennstofflager, die aus dem Windwurf „Kyrill“ im Jahr 2007 resultierten, führten beim gemeinschaftlich vermarkteten Energieholz mit rund 207.000 Festmetern zu einem Rückgang um 18 Prozent. Dennoch ist dieser Bereich ein Wachstumsmarkt, wie die bisherige Entwicklung im Jahr 2009 zeigt. Energieholzsortimente sind derzeit als einzige Produkte problemlos abzusetzen. Für den Herbst wird eine starke Nachfrage durch Großabnehmer – Anlagen, die Strom und Wärme erzeugen- erwartet. Einzig beim Industrieholz konnte die vermarktete Menge gesteigert werden. Mit 617.000 Festmetern liegt es um rund 11% über dem Wert des Vorjahres.

Verlässlicher Partner

Die beiden Windwürfe haben den Waldverbänden im letzten Jahr viel Zulauf gebracht. Mittlerweile vertrauen rund 55.300 Waldbesitzer, das sind rund 37% der österreichischen Waldeigentümer, in Belangen der Holzvermarktung und anderer Dienstleistungen auf die Experten der acht Waldverbände und ihren 257 Waldwirtschaftsgemeinschaften. Mittlerweile sind 104 Personen beschäftigt, die sich um die Anliegen der Waldbesitzer kümmern. Den Großteil machen dabei Forstexperten wie Akademiker, Förster, Forstwarte und Waldhelfer aus.


Aktualisiert am: 25.03.2009 18:55
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