Waldbauern rüsten zur Holzoffensive

Die Landwirtschaftskammer Steiermark legt einen Aktionsplan vor, um die Holzversorgung für die Sägewerke, Papierindustrie und Biomasse-Werke langfristig sicherzustellen.

Die Holzimporte gehen zurück, die heimischen Waldbauern haben steigendes Absatzpotenzial.
Die Holzimporte gehen zurück, die heimischen Waldbauern haben steigendes Absatzpotenzial.
Erfreulicherweise steht Holz nach Jahren der Stagnation wieder hoch im Kurs. Diese Chance nutzen die steirischen Waldbauern und tun alles, um noch mehr Holz auf den Markt zu bringen. 2005 haben die heimischen Waldbesitzer pro Jahr rund 4,6 Millionen Festmeter Holz auf den Markt geerntet. 2006 werden es bereits 4,8 Millionen Festmeter sein.

Die Tendenz beim Holzpreis zeigt weiter nach oben. „Die Holzpreise für die Waldbesitzer müssen aber weiter steigen. Nur so ist es möglich Waldgebiete zu nutzen, wo aufgrund der Steilheit die Erntekosten bisher zu teuer sind“, fordert der steirische Kammerpräsident Gerhard Wlodkowski.

Gründe für eine mögliche Holzverknappung im Herbst sind rückläufige Holzimporte aus den Nachbarländern, insbesondere aus Deutschland und Tschechien. Denn einige in Österreich ansässige Industriebetriebe haben in Deutschland und Tschechien enorme Produktions-Kapazitäten aufgebaut. Somit wird das dort geerntete Holz nicht mehr exportiert, sondern in den eigenen Ländern verarbeitet. Dazu kommt, dass bereits zuvor die heimische Holzindustrie ihre Verarbeitungs-Kapazitäten in Österreich im Vertrauen auf die Importe stark ausgeweitet hat.

Im Vergleich zum Jahr 2000 haben die heimischen Waldbesitzer im Jahr 2005 um 900.000 Festmeter mehr geschlägert. Das ist eine Steigerung von rund 20 Prozent.


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Aktualisiert am: 06.09.2006 08:41
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