Waldbau: Das 100 Baum Konzept

Mit dem 100-Baum-Konzept versuchen die Bayerischen Staatsforste strukturierte dauerwaldartige Bestände zu schaffen. Doch das Verfahren kann sich auch für den Privatwald lohnen.
Ziel des 100-Baum-Verfahrens sind, wie hier in diesem Tannen-Fichten-Bestand strukturierte gemischteWäder. Foto: BaySf
Ziel des 100-Baum-Verfahrens sind, wie hier in diesem Tannen-Fichten-Bestand strukturierte gemischteWäder. Foto: BaySf
Um dauerwaldartige Strukturen zu schaffen versuchen die Bayerischen Staatsforste (BaySF) seit mehreren Jahren ein neues Bewirtschaftungsverfahren umzusetzen: Das 100-Baum-Verfahren. Um dieses erfolgreich anzuwenden sind kontinuierliche, punktuelle aber keine flächendeckenden Eingriffe – wie bei Altersklassenwälder – nötig. Über konsequente Pflegeeingriffe gilt es, die Stabilität zu fördern, Mischungen zu erhalten und zugleich hohe Schadholzanteile durch Kalamitäten zu senken.

Z-Bäume gezielt fördern

Wie der Name des 100-Baum-Konzeptes schon verrät, sollen je nach Baumartenwahl etwa 100 vorherrschende Bäume pro Hektar gezielt gefördert werden. In Fichtenbeständen sind nach einer Differenzierungsphase von einigen Jahrzehnten bis zu 100 weitere Bäume je Hektar als sogenannte 2. Generation der Zukunftsbäume (Z2) zu fördern. Die Differenzierungsphase ist so zu verstehen, dass die Z1-Bäume durch die bewusste Freistellung an Masse und Standfestigkeit gewinnen. Damit nutzen Sie die Produktionskraft des Standortes und planen ihre Waldbaulichen Ziele über einen langer Verjüngungszeitraum.

Für welche Bestände sich das 100-Baum-Konzept eignet sowie mehr über dessen Bewirtschaftung lesen Sie in Ausgabe 7/2013 der Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Autor: Norbert Brandtner, Lofer undThomas Zanker, St. Martin

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Aktualisiert am: 05.04.2013 10:31
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