Wald: Freiwilliger Landtausch

Kleine Bewirtschaftungsflächen in der Land- und Forstwirtschaft führen zu einem erhöhten Arbeitsaufwand und einer verringerten Flächenproduktivität. Waldflächen sind oft zersplittert und dadurch nicht kostengünstig und effizient zu bewirtschaften.
Mit geringem Kostenaufwand ist eine Verbesserung bei der Bewirtschaftung zu erreichen.
Mit geringem Kostenaufwand ist eine Verbesserung bei der Bewirtschaftung zu erreichen.
Diesen Zustand fand man bis vor kurzem auch in der Gemeinde Neunkirchen, Landkreis Miltenberg in Unterfranken (Bayern), vor. Dort waren in Folge der Realteilung Waldgrundstücke oft nur wenige Meter breit. Eine Nutzung der Flächen war so fast nicht mehr möglich.

Bestandswertermittlung

Im Rahmen des auf freiwilliger Basis basierenden Flurneuordnungsverfahren Freiwilliger Landtausch wurde der Wert der einzelnen Flurstücke anhand einer Bestandswertermittlung erfasst. Aufgrund dieser Daten und der Wünsche Betroffener wurde ein neues Konzept erstellt. Durch die Bestandswertermittlung konnte gewährleistet werden, dass alle Waldbesitzer wertgleich neue Grundstücke zugewiesen bekamen. Wo das nicht möglich war, fand ein finanzieller Ausgleich statt.

Verbesserung mit geringem Kostenaufwand

Durch den Freiwilligen Landtausch konnten innerhalb von 3 Monaten 83 ha Waldfläche getauscht werden. Dabei wurden aus 679 Einlageflurstücken 113 Abfindungsflurstücke gebildet. Die neuen Flächen sind nun zusammenhängend und durch Wege erschlossen, wodurch ein effizienteres Arbeiten möglich ist. Als einzige Kosten fielen 300 €/ha für die Waldbesitzer an (Kosten der Bestandswertermittlung). Für die Grundstückseigentümer konnte mit wenig Geld eine weit reichende Verbesserung der Bewirtschaftungsverhältnisse im Wald erreicht werden.


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Aktualisiert am: 19.05.2009 11:51
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