Vortrag: Landwirtschaft im neuen großen Europa

Im Karl Brunner Europahaus in Neumarkt in der Obersteiermark referierten der neue steirische Kammermtsdirektor DI Winfried Eberl und der Murauer Kammersekretär DI Franz Rodlauer über die agrarische Rolle Österreichs in der neuen großen EU der 25.
Referierten im Karl Brunner Europahaus in Neumarkt, der steirische Kammeramtsdirektor DI Winfried Eberl und der Murauer Kammersekretär DI Franz Rodlauer ( mitte). Die Diskussion leitete ILE -Berater Kammerobmann Stellvertreter Harald Kraxner (rechts).
Referierten im Karl Brunner Europahaus in Neumarkt, der steirische Kammeramtsdirektor DI Winfried Eberl und der Murauer Kammersekretär DI Franz Rodlauer ( mitte). Die Diskussion leitete ILE -Berater Kammerobmann Stellvertreter Harald Kraxner (rechts).
DI Eberl wies auf die Bedeutung des Programms für ländliche Entwicklung für die heimische Landwirtschaft hin. Österreich holt mit weniger als 2 % der Fläche der EU in der neuen Programmperiode 07 bis 13 wieder rund 10 Prozent der in Brüssel vorgesehen Mittel für die ländliche Entwicklung ab. Von solchen für die Landwirtschaft durchaus positiven Ausgleichs- und Förderzahlungen weitgehend unabhängig, hat sich aber vor allem der österreichische Agraraußenhandel seit 1995 enorm positiv entwickelt, so dass für Eberl feststeht, dass der Beitritt zur EU 1995 ein für die Landwirtschaft richtiger und wichtiger Schritt gewesen sei.

Eberl sieht jedoch auch eine Reihe von Hausaufgaben, die es zu erledigen gilt, damit der positive Weg der Landwirtschaft weiter gegangen werden kann:

  • den Dialog mit der Gesellschaft verstärken
  • der Schutz des Eigentums
  • den Konsumpatriotismus verstärken
  • horizontale und vertikale Kooperationen anstreben
  • Integrierte Beratung - die "Stärken" stärken
  • Forcierung der Spezialberatung


Situation im Bezirk:

Kammersekretär Franz Rodlauer verwies auf die aktuelle agrarische Situation im Bezirk Murau. Er konnte aufzeigen, dass die Zahl der Vollerwerbsbetriebe im Bezirk in den letzten Jahren sogar um 7 Prozent zugenommen hat, während die Nebenerwerbsbetriebe von 95 bis 99 um rund 22 Prozent abnahmen. Als Chancen für die Landwirtschaft im Bezirk sieht er die Betriebszweige Rinderhaltung, die Biolandwirtschaft, die Holzwirtschaft, die Bioenergieschiene und den bäuerlichen Fremdenverkehr.

Diskussion:

In der abschließenden Diskussion wurden Themen wie WTO, das EU-Budget, Hemmnisse durch den Verwaltungs- und Bürokratiedschungel oder Möglichkeiten zu mehr Konsumpatriotismus angesprochen.


Aktualisiert am: 03.05.2006 09:19
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