Vorheizen in Aufzucht- und Mastställen

Insbesondere nach dem Einstallen sind die richtigen Fußbodentemperaturen für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Schweine sehr wichtig.
In zwei Praxisbetrieben wurde die Entwicklung der Fußbodentemperaturen innerhalb einer Vorheizperiode von 24 Stunden bei unterschiedlichen Systemen der Wärmebereitstellung (Gaskanone, Dunkelstrahler) dargestellt. Gleichzeitig wurden verschiedene Infrarotmesssonden mit der Genauigkeit einer Wärmebildkamera verglichen.



Wärmeverlust durch Rieselkanal oder Ablüfter

Selbst nach 24 Stunden werden auf Betonspaltenboden in der Schweinemast die geforderten Fußbodentemperaturen von 20 °C nicht erreicht, weil die Wärme sehr uneffizient verteilt wird und große Verlustquellen (Rieselkanal oder Ablüfter) vorhanden sind. Dagegen wurde der Kunststofffußboden in einem Ferkelaufzuchtstall mit Hilfe eines Dunkelstrahlers etwa achtmal schneller aufgeheizt als der Betonfußboden von der Gaskanone. Die dafür auch mitverantwortlichen Wärmeverluste sind in Ställen mit Rieselkanälen höher als in Ställen mit Rieseldecke. Die für die Messungen verwendeten Infrarotmesssonden weichen systematisch um 0,7 °C von den Werten der Wärmebildkamera ab. Die gefundenen Differenzen stehen in keiner erkennbaren Beziehung zum Preis der Geräte.
(Quelle: "Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft")


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Aktualisiert am: 06.10.2008 11:32
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