Vorarlberger Schweinehalter durch Studie in Aufruhr

Der Verein gegen Tierfabriken erstellte eine Stude, nach der 95 % der Vorarlberger Schweinehalter unhygienisch seien. Der Präsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer wehrt sich gegen erneute Vorwürfe zur Schweinehaltung.
Vorarlbergs Schweinehalter ärgern sich über eine Studie des Vereins gegen Tierfabriken.
Vorarlbergs Schweinehalter ärgern sich über eine Studie des Vereins gegen Tierfabriken.
Josef Moosbrugger, Präsident der LK-Vorarlberg, verwehrt sich gegen eine aktuelle Studie des "Vereins gegen Tierfabriken" (VGT), in der 95 % der Ländle Schweinebetriebe als unhygienisch bezeichnet werden, die Tiere unter Beschäftigungsmangel leiden und alle dokumentierten Zuchtsauen sich in Abferkelbuchten befinden. "Einfach aufgrund anonymer Informationen einen ganzen Berufsstand zu diskreditieren ist zwar marketingmäßig ein Erfolg für den Verein, aber weit entfernt von jeder Objektivität", erklärte Moosbrugger. Wer verbotenerweise in die Privatsphäre anderer eindringt, den Besitzern keine Möglichkeit zu einer Stellungnahme bietet, und sie dann öffentlich verurteilt, dessen Glaubwürdigkeit ist schwer anzuzweifeln. Wir verlangen für unsere Mitglieder den Rechtsweg, und werden von der Behörde Missstände festgestellt, gehören sie beseitigt."

Die Schweinehaltung sei in Vorarlberg in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Von den rund 4.000 landwirtschaftlichen Betrieben würde nur noch ein Zehntel Schweinehaltung betreiben. Die Zahl der Tierhalter sei in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Zudem gäbe es um ein Drittel weniger Schweine. Hier von Tierfabriken zu sprechen sei eine "Ausblendung der Realität", merkte der LK-Präsident an. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn der "Verein gegen Tierfabriken" auch die zuständigen Zuchtverbände oder die Landwirtschaftskammer über die konkreten Angaben informieren würde, damit auch gehandelt werden kann.


Aktualisiert am: 25.08.2011 09:10
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