Von der Weide in den Roboter

Am Bio-Betrieb Stöger wird seit jeher Weidehaltung betrieben. Der Kauf eines Melkroboters änderte daran nichts. Mit den entsprechenden Flächen in unmittelbarer Nähe und der Begeisterung für Technik ist die Kombination AMS und Weide gut umsetzbar.
Für drei Stunden kommen die Kühe der Stögers täglich auf die Weide.
Für drei Stunden kommen die Kühe der Stögers täglich auf die Weide.
Rechts, links, von hinten nach vorne und wieder zurück – gekonnt treibt Appenzeller Sennenhündin Pauli mit lautem Gebell Konrad Stögers 62 Braunviehkühe zusammen. Die Kühe wissen, die Zeit auf der Weide ist für heute vorbei, sie kommen wieder in den Stall. Eine nach der anderen geht durch die Türe ins Innere. Wenig später betritt die erste Kuh den Melkroboter. Etwas Kraftfutter rieselt in den Futtertrog, Bürsten säubern die Zitzen und bereits kurze Zeit später rinnt Milch in den Tank. Vor acht Jahren entschied sich Konrad Stöger dazu, seine Kühe von einem Roboter melken zu lassen. Der Züchter sagt: „Ich bin roboterbegeistert und wollte bereits 1998 ein automatisches Melksystem einbauen. Damals war aber die Technik noch nicht ausgereift.“ Schulterprobleme trugen zusätzlich dazu bei, das manuelle Melken aufzugeben. Das AMS bietet dem Betrieb nun viele Möglichkeiten: Den Kraftfuttereinsatz, das durchschnittliche Tagesgemelk, die Wiederkauaktivität, das Gewicht der Kuh – all das und noch einiges mehr kann der 52-Jährige nun über seinen Computer überprüfen. Eine halbe Stunde investiert Stöger täglich zum Datencheck. Der Landwirt erklärt: „Diese Zahlen müssen mich interessieren. Ansonsten hat der Roboter keinen Sinn.“ Auch die immense Zeitersparnis war für die Anschaffung eines automatischen Melksystems um ca. 150.000 Euro ausschlaggebend. Zufrieden erzählt der Milchbauer: „Die einzige Arbeit, die ich mit dem Melkroboter habe, ist, dass ich den Laser hin und wieder putze und den Roboter wasche.“ Gröbere Reparaturen hatte der Allgäuer bis jetzt noch keine.

Weideflächen rund um den Stall

Weide kombiniert mit einem Melkroboter ist nur dann möglich, wenn die notwendigen Flächen in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Beim Betrieb Stöger schließen 3 ha Grünland direkt an das Stallgebäude an. Nach der morgendlichen Stallarbeit werden die Kühe für ca. drei Stunden auf die Weide getrieben.

Die ganze Reportage lesen Sie in der aktuellen LANDWIRT Bio Ausgabe 6/2017.

Mehr Bilder vom Betrieb finden Sie hier.

Neue ÖAG Broschüre Weide und AMS

In der ÖAG-Info „Bio-Weidehaltung und AMS – So funktioniert es!“ ist zusammengefasst, worauf es beim Bauen, in der Technik, in der Fütterung, im Herdenmanagement und in der Weideführung bei Kombination von AMS und Weide ankommt.
In der ÖAG-Info „Bio-Weidehaltung und AMS – So funktioniert es!“ ist zusammengefasst, worauf es beim Bauen, in der Technik, in der Fütterung, im Herdenmanagement und in der Weideführung bei Kombination von AMS und Weide ankommt.
In den letzten Jahren gewinnen auch auf Bio-Milchviehbetrieben AMS an Bedeutung. Dass die Weidehaltung mit AMS gut kombinierbar ist, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse sowie Praxisbeispiele. Dennoch gibt es auch häufig Bedenken seitens der Praktiker diesen Weg einzuschlagen. In der aktuell erschienenen ÖAG-Info mit dem Titel „Bio-Weidehaltung und AMS – So funktioniert es!“ ist zusammengefasst, worauf es beim Bauen, in der Technik, in der Fütterung, im Herdenmanagement und in der Weideführung bei Kombination von AMS und Weide ankommt.
Bestellen Sie die ÖAG-Info direkt auf der ÖAG-Homepage, per E-Mail an office@gruenland-viehwirtschaft.at oder telefonisch unter +43 (0)3682 22451-317.

Aktualisiert am: 31.10.2017 14:17

Bilder vom Betrieb Stöger

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