Von anderen lernen

Zur Abschlusspräsentation des Schulprojekts "Leonardo da Vinci" begrüßten die Landwirtschaftsschulen in Kleßheim heute den Obmann des landwirtschaftlichen Schulvereins, Landesrat Sepp Eisl.
LR Eisl und Direktorin Christa Stockhammer mit den Schülerinnen und Schülern, die im Sommer einige Wochen in den Abruzzen verbringen konnten.
LR Eisl und Direktorin Christa Stockhammer mit den Schülerinnen und Schülern, die im Sommer einige Wochen in den Abruzzen verbringen konnten.
15 Mädchen der Hauswirtschaftsschule und 7 Burschen der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim konnten im Sommer 2005 im Rahmen des EU-Projekts "Leonardo da Vinci" zwischen 4 und 8 Wochen in den Abruzzen verbringen. "Zielsetzung des Projekts war, dass die Schüler "anders" organisierte Betriebe und andere Wirtschaftsformen kennen lernen, die Produktion und Vermarktung miterleben und dabei mitwirken können, ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse verbessern und ihr Italienisch verbessern können. Die Erzählungen zeigen, dass dieses Vorhaben voll und ganz umgesetzt wurde. Durch den Familienanschluss, den die Schüler hatten, konnten sie Einblicke in italienische Familiensituationen bekommen", so Eisl, der sich in Gesprächen mit den Schülern vom Erfolg des Projekts überzeugen konnte. Optimal betreut wurden die Schüler während ihres Aufenthalts von Daniela Nerini, der aus den Abruzzen stammenden Italienischlehrerin der HWS Kleßheim.

"Besonders die in Italien noch eher bestehende Großfamilie beeindruckte die Schüler sehr", so Fachoberlehrerin Ing. Hilde Edelbacher, die Projektkoordinatorin, "Wichtig war auch die Möglichkeit, Vergleiche zwischen dem eigenen Betrieb und den Praxisbetrieben in Italien ziehen zu können. Eine Erkenntnis der Schüler war, dass der außerbetriebliche Nebenerwerb keine Rolle spielt, sondern dass das Familieneinkommen durch Kooperationen und eine Vielfalt von unterschiedlichsten Betriebszweigen wie etwa Beherbergung, Produktion oder Direktvermarktung erzielt wird. Mit Erstaunen haben unsere Schüler in ihrer Zeit in Italien festgestellt, dass frisch zubereitete Nahrung mit gesunden und selbst erzeugten Produkten Standard ist und eigentlich nie Fertig- und Halbfertigprodukte in der Ernährung eingesetzt werden."



Mobilitätsprojekt Leonardo da Vinci

Projekt-Partner in Italien sind Landwirtschaftskammer, Bioverbände, landwirtschaftliche Schulen und Landwirte, Partner in Österreich, die die Schulen ideell und bei der konkreten Vorbereitung unterstützt haben, sind das Land Salzburg, die Landwirtschaftskammer, Klein- und Mittelbetriebe, Maschinenring usw. Aufnahmepartner in Italien waren landwirtschaftliche Betriebe in den Abruzzen mit den unterschiedlichsten Betriebszweigen wie Tierhaltung, Milcherzeugung, Obst- und Gemüsebau, Veredelung und Direktvermarktung, Agriturismo und anderen interessanten innovativen Betriebszweigen.


Aktualisiert am: 22.12.2005 13:51
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