Vom Landwirt zum Energiewirt – neue Chancen für innovative Waldbauern

Immer mehr innovative Land- und Forstwirte wagen den Schritt vom Landwirt zum Energiewirt. Damit können Arbeitsplätze in den Regionen gesichert und neu geschaffen und ein wichtiger Beitrag zur Belebung des ländlichen Raumes geleistet werden.

Über Hackschnitzel lässt sich aus ansonsten schwer verwertbarem Holz noch Einkommen erzielen.
Über Hackschnitzel lässt sich aus ansonsten schwer verwertbarem Holz noch Einkommen erzielen.
Das Thema Holzenergie ist ein großer Hoffnungsmarkt für die heimische Forstwirtschaft. Die Grundsatzfrage, die sich für Waldbauern stellt, lautet: Soll man Brennstoffe verkaufen oder lohnt es sich, einen Schritt weiter zu gehen und diese Brennstoffe zu Wärme und Strom zu veredeln? Der Sprung vom Rohstofflieferanten zum Energiedienstleister muss wohl überlegt werden. Er hängt auch von den freien Zeitkapazitäten des Betriebes und der Bereitschaft ab, sich in ein neues Geschäftsfeld hin zum Kunden zu bewegen. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage ist die erzielbare Wertschöpfung für den Waldbauern, dass heißt, wo kann er den höchsten Erlös für sein Energieholz erzielen. Hier zeigt sich, dass man beim Wärmeverkauf über so genannte Holzenergie-Contracting-Projekte und beim Hackgutverkauf an Betreiber kleiner Hackgutfeuerungen den höchsten Erlös erzielen kann.

Bei der Umsetzung des Konzeptes „Der Land- und Forstwirt als Energiewirt“ haben sich im Laufe der Jahre zwei Modelle entwickelt: Holzenergie-Contracting und Biomasse-Nahwärme. Neu ist hingegen die Möglichkeit, durch den Betrieb einer Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung (Biomasse-KWK) auch in die Ökostromproduktion einzusteigen.

Autor: Dipl.-Ing. Dr. Horst Jauschnegg, Landwirtschaftskammer Steiermark


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Aktualisiert am: 25.10.2005 13:44
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