Vogelgrippe: Hilfspaket für Geflügelbranche geplant

Landesrat Johann Seitinger und Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski: Erste Verhandlungsrunde erfolgreich, weitere Vorgangsweise und Umsetzungsschritte festgelegt.
Konkret bereiten Land Steiermark und Landwirtschaftskammer ein Hilfspaket zur Unterstützung der betroffenen Bauern vor. Dieses Hilfspaket umfasst folgende Maßnahmen:
  • Hilfe für die Bruteierproduzenten, um die Produktion zu verringern
  • Vorstoß bei der Europäischen Union, um die Exporterstattungen für Geflügelfleisch zu erhöhen. Dadurch soll die Ausfuhr von Geflügelfleisch in Drittländer angekurbelt werden.
  • Forderung nach Verlängerung der 12-Wochen-Frist für Freiland-Eier. Durch diese mögliche Fristerstreckung könnten Eier aufgrund der verordneten Stallpflicht auch weiter als Freiland-Eier vermarktet werden.
  • Verstärkte Werbemaßnahmen für Geflügelfleisch durch die Agrarmarkt Austria. Dadurch soll der zurückgegangene Konsum von Geflügelfleisch wieder in Bewegung gebracht werden.
  • Land Steiermark und Landwirtschaftskammer vereinbarten ferner, bei weiteren Marktstörungen zusätzliche Entschädigungsmaßnahmen für Geflügelbranche zu verhandeln.


Bei weiteren Gesprächsrunden mit Land, Bund und EU sollen bestmögliche Entschädigungssätze ausverhandelt werden.

Gleichzeitig erhebt die Landwirtschaftskammer durch die Tierzuchtabteilung
Tel. 0316/8050-1223) die Schäden der betroffenen Geflügelbranche.



Eier und Geflügel sind sicher.

Der Agrarlandesrat und der Landwirtschaftskammerpräsident betonen mit Nachdruck, dass heimische Eier und heimisches Geflügelfleisch vollkommen sicher sind. Außerdem ist kein Geflügelbetrieb von Vogelgrippe betroffen und die Geflügelbauern erfüllen alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bestens.


Aktualisiert am: 04.04.2006 08:57

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