Vierlinge als Almos vermarktet

Die Vermarktungsschiene der Almochsen in der Steiermarkt läuft nicht zuletzt dank der Engagements des Vermarkters Schirnhofer sehr gut. Auch Bauernbunddirektor Franz Tonner hat von ihm ersteigerte Vierlinge am heimatlichen Betrieb ausgemästet und nun erfolgreich über die Almochsenschiene vermarktet.


Vierlingsgeburten sind in der Rinderzucht ein äußerst seltenes Ereignis. Und wenn die vier Kälber alle gesund zur Welt kommen, männlich sind und trotz Besitzerwechsel das ganze Leben gemeinsam verbringen können, dann ist dies durchaus ein „Jahrhundertereignis“.

Vor zwei Jahren – am 19. März 2004 - wurden am Betrieb Schellnegger bei Gleisdorf von einer Kuh vier gesunde Kälber zur Welt gebracht. Frau Schellnegger zog sie mit viel Liebe auf. Beim Almfest auf der Bockalm wurden sie von Bauernbunddirektor Franz Tonner ersteigert und konnten auf seinem heimatlichen Bergbauernbetrieb samt Alm ein glückliches Leben als steirische Almochsen genießen.

Nach zwei Jahren tiergerechter Haltung, biologischer Fütterung, Alpung und persönlicher Betreuung sind die vier Kälber zu prachtvollen Ochsen herangewachsen, die nach den Qualitätskriterien des Almo-Programmes gemästet worden sind.

Almo-Qualitätskriterien

Die Almochsen der Marke ALMO wachsen langsam und wohlbehütet auf heimischen Bergbauernbetrieben heran. Die Almochsen müssen mindestens eine Weidesaison auf einer Alm verbracht haben und im Winter im Laufstall gehalten werden, um ausreichend Bewegung zu haben. Die Fütterung hat ausschließlich mit heimischen Futtermitteln ohne Soja zu erfolgen.

Almo-Vereinsobmann Josef Schrenk kann mit dem klassischen Rindfleisch vom Ochsen den anspruchsvollen und qualitätsbewussten Konsumenten neben einer hochwertigen Markenqualität eine 100-prozentig nachvollziehbare Herkunft garantieren. Schon 1988 hatten rührige und verantwortungsbewusste Almbauern die Idee, ihre auf den Heimwiesen und Almen geweideten und danach mit gutem Grundfutter und einheimischem Getreide versorgten Ochsen als spezielle „Almqualität“ zu verkaufen. Den Initiatoren ging es darum, einerseits der bodenständigen österreichischen Küche den Zugang zu hochwertigem Rindfleisch vom Ochsen zu verschaffen und andererseits den bis dato üblichen, teuren und leidvollen Lebendtierexport zu vermeiden. Mit Karl Schirnhofer konnte auch ein kompetenter und qualitätsbesessener Vermarktungspartner gefunden werden.

Bauernbunddirektor Franz Tonner wies bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz auf die Bedeutung der Rinderhaltung für das alpine Grünland hin, zu der es aufgrund der klimatischen und topografischen Verhältnisse keine Alternativen gibt.


Aktualisiert am: 09.05.2006 08:29
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