Viehwirtschaftliche Fachtagung 2009

Am 16. und 17. April 2009 fand am Lfz Raumberg- Gumpenstein die 36. viehwirtschaftliche Fachtagung statt. Dabei standen die Themen Milchmarkt, Bestandesbetreuung, Mineralstoffversorgung, Mutterkuhhaltung und Weidehaltung von Milchkühen im Mittelpunkt.
Der Grimmingsaal am LfZ Raumberg- Gumpenstein bot auch heuer wieder die Kulisse für die viehwirtschaftliche Fachtagung.
Der Grimmingsaal am LfZ Raumberg- Gumpenstein bot auch heuer wieder die Kulisse für die viehwirtschaftliche Fachtagung.
Das Organisationsteam, rund um Uni.- Doz. Dr. Leonhard Gruber hat wieder ganze Arbeit geleistet. Auch heuer durften die zahlreichen Teilnehmer der 36. viehwirtschaftlichen Fachtagung, neben einer üppigen Versorgung, ein breit gefächertes Vortragsprogramm genießen.

Der erste Themenschwerpunkt am ersten Tag betraf die Milchwirtschaft. Den Auftakt machte hierbei DI Christian Rosenwirth vom BMLFUW, der über die Ergebnisse des Health- Check für den Milchbereich referierte. Die derzeit hochaktuellen Übergangsmaßnahmen für das Auslaufen der Quotenregelung (31. März 2015) lagen dabei im Vordergrund.
Darauf folgte ein Vortrag von DI Johann Költringer (Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, VÖM) zu den aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt und danach nahm Ing. Leopold Gruber- Doberer, der GF der Milchgenossenschaft NÖ, Stellung zu Möglichkeiten der Marktsteuerung nach dem Auslaufen der Milchquotenregelung. Den Themenblock zur Milchwirtschaft rundete der Vortrag von DI Christian Stockinger, Agrarökonom am LfL Bayern, ab. Er stellte die derzeitige Situation der Milchwirtschaft aus ökonomischer Sicht dar und versuchte einen Ausblick in die Zukunft für die Milchproduzenten zu geben. Er sieht hierbei die Chancen in der Minimierung der Produktionskosten und der weiteren Tätigung von gut durchdachten Investitionen, denn nur Betriebe, die investieren bleiben konkurrenzfähig.
Der zweite Themenblock beschäftigte sich mit der Bestandesbetreuung durch den Tierarzt. Diesen eröffnete Dr. Franz Geweßler mit Ausführungen zu den Bestandesbetreuungen von Milchviehherden in Oberösterreich. Anschließend berichteten Johann und Elisabeth Moitzi, die einen Betrieb mit rund 70 Milchkühen in Obdach in der Steiermark führen, über ihre positiven Erfahrungen mit der Bestandesbetreuung.
Den letzten Themenschwerpunkt am ersten Tag bildeten zwei Vorträge über den Mineralstoffgehalt im österreichischen Grund- und Kraftfutter bzw. die Mineralstoffversorgung bei Milchkühen von Ing. Reinhard Resch bzw. Univ.- Doz. Dr. Leonhard Gruber.

Am zweiten Tag eröffnete Univ.- Doz. Dr. Gruber mit einem Vortrag über den „Einfluss des Kraftfutterniveaus in der Stiermast auf die Mast- und Schlachtleistung bei Maissilage mit niedriger Energiekonzentration“. Dr. Margit Velik vom LfZ Raumberg- Gumpenstein berichtete danach über die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes über die Fleischqualität bei österreichischen Rindfleisch- Markenprogrammen.
Darauf folgten zwei Vorträge zur Mutterkuhhaltung. Zuerst referierte Reinhard Gastecker über die Ergebnisse der AK- Beratung Mutterkuh und berichtete dabei, wie erfolgreiche Betriebe arbeiten. Stefan Tröstl erklärte danach, wie er auf seinem Charolais- Betrieb das Ziel einer durchschnittlichen ZKZ von unter 365 Tagen umsetzte.
Einen weiteren Block, diesmal zum Thema Weidehaltung, formten die folgenden zwei Vorträge von Johann Häusler und Mag. Dr. Agnes Leithold. Johann Häusler sprach zunächst über den Forschungsversuch zum „Einfluss der Ergänzungsfütterung auf Futteraufnahme und Milchleistung bei der Weidehaltung von Milchkühen“ am LfZ Raumberg- Gumpenstein. Von Mag. Dr. Leithold wurde dann über die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit einer rationsoptimierten Weidehaltung referiert.
Den Abschluss der 36. viehwirtschaftlichen Fachtagung bildete der Vortrag von DI Stefan Hörtenhuber, gemeinsam mit Ao.Univ.Prof Dr. Werner Zollitsch, über die Treibhausgasemissionen aus der Milchviehhaltung, wobei dabei die Systemgrenzen analysiert wurden.

Für alle Interessierten können sämtliche Vorträge auf raumberg-gumpenstein.at abgerufen werden.


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Aktualisiert am: 28.04.2009 16:19

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