Verwunderung über Berglandmilchpreisabsenkung

Die jüngste Milchgrundpreisabsenkung der Berglandmilch im Bereich von 2 Cent stößt bei den Lieferanten ebenso wie bei Milchpreiswächtern der IG-Milch auf Unverständnis.


Gerade erst schienen sich die Bauernmilchpreise zu festigen, da nimmt auch schon Österreichs größte Molkerei den Bauernmilchpreis wieder zurück.
Gerade erst schienen sich die Bauernmilchpreise zu festigen, da nimmt auch schon Österreichs größte Molkerei den Bauernmilchpreis wieder zurück.
Vor dem Hintergrund der jüngsten guten Milchnachfrage und angestiegener Konsumentenmilchpreise im Handel sei dieser Schritt höchst unverständlich und unpassend, meint etwa der Leobner Berglandmilchlieferant und IG-Milch Funktionär Bernhard Zechner.

Zechner und viele seiner Kollegen würden den Milchpreis gerne zumindest einen Cent über dem Vorjahresniveau sehen. Immerhin seien viele Lieferanten auf die gentechnikfreie Produktion übergegangen und wurde ihnen dafür ein Cent zugesprochen. Einige Lieferanten munkeln: „Es scheint, als wolle sich die Bergland durch die jüngste Preisrücknahme schleichend den Genfrei-Zuschlag wieder holen.“

Die jüngste Milchpreisrücknahme wird in einem Rundschreiben von Berglandmilch Obmann Haimberger als Anpassung des Rohmilchpreises an eine saisonale Milchpreiskurve bezeichnet.

Ob und wieviele Verarbeiter dem für die Milchbauern unzufriedenstellenden Beispiel Österreichs größter Molkerei folgen, bleibt abzuwarten.


Aktualisiert am: 05.02.2007 10:27

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