Verhandlungen über Milcherzeugerpreis in Frankreich gescheitert

In Frankreich sind die Verhandlungen über einen Milchorientierungspreis für das dritte Quartal 2010 in dieser Woche gescheitert. Die Unterhändler der Erzeuger sowie der Genossenschafts- und Privatmolkereien trennten sich ergebnislos.
In Frankreich konnte man sich nicht auf einen Milchorientierungspreis einigen.
In Frankreich konnte man sich nicht auf einen Milchorientierungspreis einigen.
Der französische Bauernverband und die Junglandwirte rufen die Milcherzeuger zu Protestaktionen auf, um den Druck auf die verarbeitende Industrie zu erhöhen.

An deutsches Niveau koppeln
Vor allem die Privatmolkereien wollen den französischen Milchpreis enger an das deutsche Preisniveau koppeln. Das lehnen die Erzeuger mit Hinweis auf die höhere Wertschöpfung in Frankreich ab. Außerdem verlangt die Industrie Zusagen über das Preisniveau 2011, ehe über den Preis für das dritte Quartal 2010 verhandelt wird.

Privat- vs. Genossenschaftsmolkereien
Doch nicht nur Erzeuger und Verarbeiter liegen im Clinch. Auch Privat- und Genossenschaftsmolkereien haben unterschiedliche Vorstellungen von der Preisgestaltung. Während die genossenschaftlich organisierten Unternehmen für eine volumengebundene Preisdifferenzierung je nach Verwertung eintreten, bevorzugen die Privatmolkereien einen einheitlichen Milchpreis. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht bestimmt. (AIZ)


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Aktualisiert am: 29.07.2010 08:52
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