Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter in Bad Mitterndorf

Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) trifft sich in Bad Mitterndorf bei der Milchwirtschaftlichen Tagung. Das Jahr 2011 ist ein Jahr mit stabiler Entwicklung am Milchmarkt.
2011 ist ein stabiles Milchjahr.
2011 ist ein stabiles Milchjahr.
Österreichs Molkereien konnten das Jahr 2011 für eine weitere Stabilisierung auf dem Milchmarkt nutzen. Aufgrund der positiven Entwicklung auf den internationalen Milchmärkten konnte damit die schwierige Entwicklung der Milchkrisenjahre 2008/09 zum Teil aufgeholt werden. Mit einem durchschnittlichen Milchauszahlungspreis von 38,70 Cent/kg (Jänner bis Juli 2011, natürliche Inhaltsstoffe, brutto) konnten die österreichischen Molkereien ihren Milchbauern deutlich bessere Preise als im Jahr 2010 (+13,9 %) auszahlen, auch wenn die Werte des Jahres 2008 noch nicht erreicht wurden. Damit konnte ein notwendiger Beitrag zur Einkommensstabilisierung auf den österreichischen Bauernhöfen erreicht werden. „Wir glauben, daß diese positiven Signale für unsere Bauern gerechtfertigt sind, um die hohen Qualitäten, schwierigen Produktionsbedingungen und gestiegenen Produktionskosten abzugelten“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Direktor Helmut Petschar. Ursache dafür ist eine positive Entwicklung des Inlandsabsatzes sowie eine positive Entwicklung am EU-Binnenmarkt, vor allem aber die rege Nachfrageentwicklung auf den internationalen Exportmärkten. Damit konnten auch zuletzt eingetretene Produktionssteigerungen innerhalb der EU sowie in Österreich auf den Märkten problemlos aufgenommen werden.

Österreichs Milchprodukte günstig

Die Preise für die wichtigsten Milchprodukte Trinkmilch, Butter und Emmentaler im Preiseinstiegsbereich sind heute trotz geringfügiger Preisanpassungen noch immer billiger als in den 80er Jahren, die Indexsteigerung für Molkereiprodukte beläuft sich seit 1986 auf 31 %, für Nahrungsmittel insgesamt auf 54 %, der Gesamtindex 72,1 % während Wohnung, Wasser und Energie um 108 % sowie die Löhne im Schnitt um 113 % gestiegen sind. Somit kann keineswegs von teuren Milchprodukten gesprochen werden. Der Österreicher gibt heute 12,1% seines Einkommens für Lebensmittel aus, 1,64 % für Milchprodukte.

Milchstandort Österreich stärken

Die Entwicklung auf den Lebensmittelmärkten zeigt weltweit eine steigende Nachfrage, damit bestehen auch für hochwertige Milch- und Milchprodukte aus Österreich Chancen, die durch die Schaffung bestmöglicher Voraussetzung für unsere Milchwirtschaft genutzt werden müssen. Die Strategie der österreichischen Milchverarbeiter verstärkt konsumfertig verarbeitete Produkte zu exportieren, zeigt sich als erfolgreich, mit einer Exportquote von ca. 44 % hat sie im Ausland einen beachtlichen Erfolg erzielt, wobei höherwertigere Produkte exportiert als importiert werden. Es geht vor allem darum, ein angemessenes Einkommen für unsere Milchbauern durch ein entsprechendes agrarpolitisches Umfeld zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft in der Lebensmittelkette zu erhöhen, den weiteren Ausbau der hohen Qualität sowie regionale Konzepte zu forcieren und neben der Absicherung des Inlandsabsatzes vor allem im Export verstärkte Bemühungen zu setzen. „Österreichs Milchwirtschaft appelliert an alle politisch Verantwortlichen, unsere Handelspartner, sowie die Konsumenten als wichtigste Partner diesen Zukunftsweg mitzugehen“, ergänzte Petschar.


Aktualisiert am: 15.09.2011 20:14
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