Van Osch Pendeltür im Praxistest

Die Ergo Swing der Firma Van Osch ist die nächste Pendeltür im Landwirt-Praxistest. Sie wird
vom Hersteller als einfache Lösung für einen kombinierten Deck- und Wartestall angepriesen und ist in pneumatischer und manueller Ausführung erhältlich.
Die Pendeltür von Van Osch ist in manueller und pneumatischer Ausführung erhältlich.
Die Pendeltür von Van Osch ist in manueller und pneumatischer Ausführung erhältlich.
Die zwei Varianten der Van Osch-Pendeltür werden in Österreich von der Fa. Stallprofi aus Gunskirchen (OÖ) vertrieben. Unterschiedlich ist dabei die Bedienung des Schließmechanismus, nämlich pneumatisch oder manuell. Aufgrund dessen zeigen die beiden Pendeltüren auch Funktionsunterschiede. Die Pendeltür „manuell“ beherrscht folgende Funktionen: Pendeln, Fangen und Fixieren. Im normalen Betrieb wird die Funktion „Pendeln“ eingestellt. Diese bewirkt, dass die Sauen den Kastenstand frei betreten oder verlassen können. Wenn Impfungen, Behandlungen oder das Scannen anstehen, kann der Landwirt die Funktion „Fangen“ nutzen. Hier können die Sauen den Kastenstand zwar betreten, das Verlassen ist jedoch nicht möglich. Will der Landwirt die Sauen fixieren, kann er dies durch die gleichnamige Funktion umsetzen, bei der kein Ein- und Ausgehen der Sauen mehr möglich ist.
Die pneumatische Pendeltür beherrscht die Funktionen „Pendeln“ und „Fixieren“. Die Funktion „Fangen“ ist nur bedingt einsetzbar.

Funktionsweise
Zentrales Element beider Ausführungen der Ergo Swing ist ein blaues, schief geschnittenes Kunststoffscharnier, welches sich an der linken oberen Seite der Pendeltür befindet. Um die beschriebenen Funktionen zu schalten, werden – pneumatisch oder manuell bedienbare – vertikal angebrachte Bolzen genützt, welche die Pendeltür – je nach Funktion – absperren oder freigeben.

Die manuelle Ausführung besitzt zwei Bolzen, die sich je nach Funktion oben oder unten befinden. Jetzt pendelt die Tür.
Die manuelle Ausführung besitzt zwei Bolzen, die sich je nach Funktion oben oder unten befinden. Jetzt pendelt die Tür.
Um die drei unterschiedlichen Funktionen zu schalten, wird bei der mechanischen Ausführung ein Handhebel betätigt, der ein Rohr bewegt. Am Rohr ist ein Flacheisen aufgeschweißt, das über eine Feder und eine Stange den Bolzen bewegt. Da diese Stangen auch auszuhängen sind, können Sauen auch einzeln fixiert werden. Bei der pneumatischen Ausführung bewirkt der Luftdruck von 2 Bar das Verstellen des Bolzens nach unten und die Sau ist im Stand fixiert. Fällt der Luftdruck, so wird der Bolzen wieder in die Ausgangsposition zurückgeschoben und die Tür pendelt.

Der Durchgang für die Sauen ist mit ca. 50 cm wesentlich schmäler als der Stand selbst. Dies verhindert das gleichzeitige Betreten des Standes durch zwei Sauen erfolgreich. Befindet sich jedoch eine Sau bereits im Kastenstand, so kann bei der Funktion „Pendeln“ eine zweite Sau die Pendeltür öffnen und in den Stand nachdrängen. Dies kommt in der Praxis relativ oft vor. Praktiker berichten allerdings, dass die Sauen wieder retour gehen, sobald sie sehen, dass der Stand bereits belegt ist.

Den gesamten Praxistest können Sie in der "Landwirt" Ausgabe 19 nachlesen.

Die Funktionsweise aller in Österreich erhältlichen Pendeltüren haben wir für Sie in einem Video zusammengefasst.


Aktualisiert am: 22.09.2011 14:32
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