VÖS lehnt Ebermast und Immuno-Kastration ab

Der Einsatz von Arzneimittel, die in den natürlichen Hormonhaushalt von männlichen Mastschweinen eingreifen, wird nicht als praktikable Alternative zur herkömmlichen Kastration gesehen.
Ferkelkastration in Zukunft nur noch in Verbindung mit schmerzstillenden Mitteln?
Ferkelkastration in Zukunft nur noch in Verbindung mit schmerzstillenden Mitteln?
Das berichet die aktuelle Ausgabe der Österreichischen Bauernzeitung. Die im VÖS organisierten Erzeugergemeinschaften (VLV, Styriabrid, EZG Gut Streitdorf, Ferkelring Burgenland, Arge Kärntner Schweinemast) werden entsprechend behandelte Ferkel und Schlachtschweine daher nicht vermarkten. Die Diskussion über Alternativen zur chirurgischen Kastration werde in der Schweinebranche weiter offen geführt. Zentrale Punkte seien dabei Fleischqualität, Verbrauchervertrauen, Tierfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität. Die weiteren Entwicklungen in Europa werden genau beobachtet.

Kastration in Verbindung mit schmerzstillenden Mitteln

Die Kastration männlicher Ferkel stelle eine zuverlässige Methode zur Sicherung der Fleischqualität dar. Sie solle zukünftig in Verbindung mit einem schmerzstillenden Mittel durchgeführt werden. Die Arzneimittelhersteller seien aufgefordert, für die Zulassung geeigneter Medikamente in Österreich zu sorgen. Der Gesetzgeber muss die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen und eine routinemäßige Anwendung von Schmerzmitteln durch den Tierhalter unter Anleitung des Tierarztes ermöglichen.

(Quelle: Österreichische Bauernzeitung, Nr. 39 - 24. September 2009, S.6)


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Aktualisiert am: 30.09.2009 09:16
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