VÖM: Milchpreise mit Bruttopreis von 45,73 Cent über deutschem und EU-Niveau

Die Auszahlungspreise der österreichischen Molkereien lagen im ersten Halbjahr 2008 mit einem Nettowert von 40,83 Cent über dem ausländischem Niveau. Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) zieht in einer Presseaussendung eine positive Bilanz über das erste Halbjahr.
„Trotz schwieriger Marktlage im heurigen Jahr, konnten die österreichischen Molkereien heuer mit einem Bruttopreis (für Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß) von 45,73 Cent/kg, Netto 40,83 Cent/kg ihren Bauern deutlich bessere Preise als im letzten Jahr auszahlen. Damit konnte eine erfreuliche Einkommensentwicklung bei den österreichischen Milchbauern im heurigen Jahr erreicht werden“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, GD Günther Geislmayr.

40,83 Cent Nettopreis

Die Preise der österreichischen Molkereien lagen im ersten Halbjahr 2008 mit einem Nettowert von 40,83 Cent auch deutlich über dem ausländischem Niveau, selbst in Bayern wurden nur 38,87 Cent, in Deutschland nur 36,77 Cent und in Italien wurde ca. 1 Cent weniger als in Österreich bezahlt. Auch ergibt sich in Österreich daraus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 eine Steigerung um 34 %. „Die Landwirte konnten damit die massiv gestiegenen Futtermittel- und Dieselkosten abdecken, und seit etlichen Jahren konnte erstmals wieder ein Großteil der Bauern ihre Vollkosten erwirtschaften“, so die VÖM.

Eine Million Tonne mehr Milch

Gleichzeitig wurde aber im heurigen Jahr europaweit über eine Million Tonne Milch mehr an die Molkereien geliefert, was zu einem spürbarem Mengendruck und Rückgängen bei wichtigen Produktmärkten geführt hat, die auch den österreichischen Molkereien aktuell zu schaffen machen. „Die österreichischen Molkereien haben und werden sich jedenfalls bemühen, die daraus erfolgenden Preisanpassungen möglichst gering zu halten, sie haben bereits im ersten Halbjahr bewiesen, dass sie verlässliche Partner für die österreichischen Bauern sind und der österreichische Weg konkrete Vorteile bringt“, ergänzte Geislmayr.


Aktualisiert am: 23.09.2008 11:35

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