VDI-MEG: Agrartechnikforschung im DFG-Rundgespräch

Agrartechniker treffen den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner
Nach dem Gespräch mit DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. M. Kleiner (2.v.r.): Dr. Patricia Schmitz-Möller, Programmdirektorin Lebenswissenschaften I der DFG (2.v.l.), Dr. L. Frerichs, Vorsitzender der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (links) sowie Prof. Dr. J. Hahn, Vorsitzender des Arbeitskreises Forschung und Lehre der VDI-MEG (rechts)
Nach dem Gespräch mit DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. M. Kleiner (2.v.r.): Dr. Patricia Schmitz-Möller, Programmdirektorin Lebenswissenschaften I der DFG (2.v.l.), Dr. L. Frerichs, Vorsitzender der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (links) sowie Prof. Dr. J. Hahn, Vorsitzender des Arbeitskreises Forschung und Lehre der VDI-MEG (rechts)
Wie können Ausbeute und Effizienz der agrartechnischen Forschung angesichts wachsender Anforderungen und vielerorts schwindender Ressourcen verbessert werden? Welchen Beitrag kann dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft leisten, insbesondere im Segment der anwendungsbezogenen Grundlagenforschung?
Darüber berieten auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (VDI-MEG) am 12./13. Dezember 2007 in Bonn rund 30 Forscher dieser Disziplin, die ihr Wirkungsfeld über die klassischen maschinenbaulichen und verfahrenstechnischen Bereiche hinaus längst auch auf die Gebiete der Bioverfahrenstechnik, Energietechnik usw. ausgedehnt hat.

DFG-Präsident Kleiner, selbst Ingenieurwissenschaftler, ermutigte ausdrücklich zu mehr Forschungsanträgen, besonders von jüngeren und weiblichen Wissenschaftlern. Zum vielfach kolportierten Vorbehalt vom überhöhten Grundlagenanspruch der DFG verwies der Präsident unter anderem auf die DFG-Initiative "Transferprojekte – Fördern bis zum Prototyp", durch die Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie entwickelt und ausgebaut werden sollen. "Ihrer Disziplin nützt nachhaltig diejenige Grundlagenforschung, die Anwendung im Blick hat", führte Kleiner aus und empfahl, die Ressourcen durch Vernetzung zu bündeln, etwa im Rahmen von Schwerpunktprogrammen.

Aus einer mehrstufigen Metaplan-Sitzung gingen anschließend Vorschläge für eine Fülle zukunftsfähiger agrartechnischer Forschungsthemen hervor. Nach Clustern und Bewerten der Ideen konnten vier besonders aussichtsreiche komplexe Themen identifiziert werden, die nun für DFG-Forschergruppen oder Schwerpunktprogramme antragsreif zu machen sind. Erwartet werden selbstverständlich auch viele gute Anträge auf DFG-Einzelprojektförderung. Die für das Fach Agrartechnik in der DFG-Geschäftsstelle zuständige Programmdirektorin bot im Rahmen weiterer Rundgespräche Unterstützung an. Mit dem Fachausschuss "Forschung und Lehre" engagiert sich auf Seiten der VDI-MEG ein kompetentes Fachgremium von Wissenschaftlern, die unmittelbar von der Thematik betroffen sind, aber gleichzeitig auch eine Multiplikatorfunktion wahrnehmen.


Aktualisiert am: 10.01.2008 14:33
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