Unveränderte Schweinepreise trotz Marktdruck

Mehr Schweine und wenig Nachfrageimpulse - so lässt sich der aktuelle Schweinemarkt zusammenfassen. Die Schweinebörse berichtet von beginnendem Marktdruck in Deutschland. In Österreich konnte das gestiegene Angebot zur Gänze abgenommen werden.
Die Schweine-Notierungen blieben in dieser Woche in Deutschland und Österreich unverändert.
Die Schweine-Notierungen blieben in dieser Woche in Deutschland und Österreich unverändert.
Nicht untypisch für diese Jahreszeit nimmt EU weit das Aufkommen schlachtreifer Schweine zu. Das berichtet die Schweinebörse. Die kühlere Witterung begünstige die Wüchsigkeit der Schweine, was auch am spürbar steigenden Schlachtgewicht ersichtlich sei. Laut Johann Schlederer (Schweinebörse) bestehe am Fleischmarkt zurzeit kaum Bereitschaft für Aufnahme zusätzlicher Mengen. In Deutschland sollen Großabnehmer planen, mit reduzierten Schlachtungen Rückstau und Preisdruck aufzubauen. Frankreich und Spanien schwächeln bereits seit Wochen.

In Österreich fand laut Schlederer auch in der abgelaufenen Woche das im Vergleich zu Vorwochen leicht gestiegene Angebot gänzliche Abnahme. Trotzdem zeigt sich die Fleischbranche zurückhaltend. Die Erwartungshaltung auf Absatzimpulse wegen zurückgekehrter Urlauber erfüllte sich nicht im gewünschten Ausmaß, berichtet die Schweinebörse. Der Schulbeginn und damit verbundene Kosten würden das für Lebensmittel verfügbare Haushaltsgeld schmälern, was laut Schlederer besonders Schweinefleisch zu spüren bekommt. Vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Angebotes wurde an der Ö-Börse der Notierungspreis zum neunten Mal auf dem Niveau von € 1,71 fixiert. Auch Deutschland notierte unverändert. Die VEZG beließ ihre Leitnotierung auf dem Vorwochenniveau von 1,70 Euro/kg Schlachtgewicht.

Preise in Österreich:
Basispreis Mastschweine: € 1,61
Basispreis Zuchten: € 1,34
Ferkel-Basispreis (KW 36): € 2,75

Aktualisiert am: 08.09.2017 09:34