Unser Wald in guten Händen

Eine Leistungsschau der steirischen Forstwirtschaft zeigt am 14. Juni, dass der Wald in guten Händen ist. Das Waldfest ist der Auftakt der Woche des Waldes 2010.
Foto v.l.n.r: DI Hans Grieshofer (Land&Forst Betriebe Steiermark, Organisation Waldwoche), Dir. DI Anton Aldrian (Obmann Steiermärkischer Forstverein, Dir. HLF Bruck), Landesrat Johann Seitinger, Vizepräs. Hans Resch (LK Steiermark)
Foto v.l.n.r: DI Hans Grieshofer (Land&Forst Betriebe Steiermark, Organisation Waldwoche), Dir. DI Anton Aldrian (Obmann Steiermärkischer Forstverein, Dir. HLF Bruck), Landesrat Johann Seitinger, Vizepräs. Hans Resch (LK Steiermark)
„Mehr als sechzig Prozent der Landesfläche Steiermark ist mit Wald bedeckt. Alle Verantwortungsträger sind angehalten, die Wertschöpfungspotentiale der Forst- und Holzwirtschaft bestmöglich zu optimieren. Da geht es um Forschung und Entwicklung ebenso,
wie um die ungeheuren Chancen im Bereich der erneuerbaren Energie. Wir werden auch in Zukunft verstärkt auf den Rohstoff Holz setzen“, sagt Landesrat Johann Seitinger. „Bauen und Leben mit Holz soll selbstverständlich werden. Mit steirischen Holzhäusern leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung, vor allem aber auch zum Umweltschutz. Wer mit Holz baut, „benötigt“ nicht nur weniger Natur bei den Baustoffen, auch die Energiebilanz bei der Errichtung ist um ein Mehrfaches besser“, so Seitinger weiter.

Erholungsfunktion für die Stadtbevölkerung
Gerade für die Stadtbevölkerung erfüllt der Wald eine wichtige Erholungsfunktion. „Seit 1994 ist es uns gelungen, den Waldbesitz der Stadt Graz zu verdreifachen. Mit einem Viertel der Stadtfläche ist Graz eine echte Waldstadt und ich bin sehr stolz, dass es uns auch gelungen ist, diesen Wald naturnah zu bewirtschaften. Der Wald ist Naherholungsraum für die Grazerinnen und Grazer und Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere“, so der Grazer Bürgermeister, Mag. Siegfried Nagl. In der Woche des Waldes soll die große Bedeutung unserer Wälder insbesondere für die Zukunft aufgezeigt werden. Jedes Jahr gibt es dabei einen Themenschwerpunkt. 2010 ist das „Internationale Jahr der Artenvielfalt“.

Land- und Forstwirte schützen
„Die Waldbesitzer sind es, die durch ihre Form der Bewirtschaftung seit Jahrhunderten dazu beitragen, dass sich in unserer Kulturlandschaft ein unwahrscheinlich großer Artenreichtum entwickeln und erhalten kann. Daher müssen wir neben den so wichtigen Pflanzen- und Tierarten vor allem unsere Land- und Forstwirte schützen, die Vielfalt in unserer Landschaft schaffen“, betont Johann Resch, Vizepräsident der Steirischen
Landwirtschaftskammer.Die Wertschätzung der Arbeit unserer Waldbesitzer bedeutet, sie vor wirtschaftlichen Einbußen zu schützen. In diesem Zusammenhang ist ein ehrlicher Vertragsnaturschutz von großer Bedeutung. Ein gutes Beispiel dafür bietet die BIOSA-Biosphäre Austria, eine Initiative der Land&Forst Betriebe Österreich, durch die alleine in der Steiermark 18 Naturwaldparzellen mit einer Größe von mehr als 400 Hektar freiwillig außer Nutzung gestellt wurden. Auch dem ÖPUL-Programm kommt eine große Bedeutung zu. Mit dessen Hilfe konnten wo 12,6 Millionen Quadratmeter Blühflächen auf Ackerland angelegt werden.

„Wald – einfach großARTig“
„Die Woche des Waldes steht in Österreich unter dem Motto „Wald –einfach großARTIG“. Der Steiermärkische Forstverein hat noch den Untertitel „Wald in guten Händen“ beigefügt, weil das Vertrauen der Bevölkerung in die Waldbewirtschafter enorm wichtig ist. Die Auftaktveranstaltung zur Woche des Waldes am Grazer Hauptplatz ist ein Angebot und ein Schritt in Richtung jener Menschen, die sich für den Wald interessieren, sich der großen Verantwortung bewusst sind und mit Waldbesitzern und Verantwortungsträgern in Kontakt treten wollen“, erklärt Direktor DI Anton Aldrian, Obmann des Steiermärkischen Forstvereins.

30.000 Menschen in der Forstwirtschaft beschäftigt
Insgesamt befinden sich in der Steiermark sieben Naturparke mit einer Fläche von 190.000 Hektar. Ein Nationalpark mit 11.000 Hektar und insgesamt gibt es 41 Natura 2000 Gebiet die 16 Prozent der Landesfläche ausmachen. In diesem Gebieten ist neben dem Artenschutz der Schutz des Eigentums vor vermögensrechtlichen Nachteilen von größter Bedeutung. In Steiermarks Wäldern wird nachhaltig gewirtschaftet. Während alle drei Sekunden ein Kubikmeter Holz nachwächst wird nur alle 6 Sekunden ein Kubikmeter genutzt. Rund 30.000 Menschen finden in unserem Bundesland allein in der Forstwirtschaft Arbeit. Der Produktionswert der Steirischen Forst- und Holzwirtschaft liegt bei 4 Milliarden Euro. Die Steirischen Wälder sind nach den strengen Kriterien von PEFC zertifiziert. Es ist das größte Forstzertifizierungssystem der Welt und eine freiwillige Initiative der Europäischen Familienforstwirtschaft. Damit wird gewährleistet, dass das Holzprodukt vom Wald bis zum Endprodukt anhand strenger Kriterien kontrolliert wurde.


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Aktualisiert am: 02.06.2010 14:23
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