Unkrautbekämpfung in Raps und Mohn

Der Haupteffekt müsste bereits im Herbst bzw. im Vorauflauf erfolgen. Die Produktpalette für Frühjahrsanwendungen ist eng, wurde aber auch heuer erweitert.
Gegen Kamille und Klettenlabkraut steht heuer Effigo zur Verfügung.
Gegen Kamille und Klettenlabkraut steht heuer Effigo zur Verfügung.
Die eigentliche Unkrautbekämpfung bei Raps sollte bereits im Herbst erfolgt sein. Mit der Zulassung von Effigo kann jedoch im Frühjahr eine bessere Korrektur als in den vorangegangenen Jahren gegen breitblättrige Unkräuter erfolgen. Das Produkt erfasst neben Kamille auch Klettenlabkraut, Kornblume, Kompasslattich, Kreuzkraut und Distel-Arten; Ehrenpreis, Taubnessel oder kreuzblütige Unkräuter werden nicht erfasst. Warme, wüchsige Witterungsbedingungen sind zu einer zufriedenstellenden Wirkung unbedingt erforderlich. Der Einsatz kann bis zur Knospenbildung erfolgen, jedoch muss das Unkraut auch noch benetzt werden können. Eine Mischung mit Gräsermitteln, Insektiziden und Fungiziden sowie Blattdüngern (der gemeinsame Einsatz mit AHL oder Harnstoff muss jedoch erst noch in Versuchen abgetestet werden) ist möglich.

Mohn
Mohn wird in den letzten Jahren vermehrt angebaut. Ausgehend von traditionellen Gebieten wie dem Wald- und dem Mühlviertel gibt es größere Anbauflächen in den Gunstlagen des Ackerbaues in ganz Österreich. Der klassische Anbau erfolgt zeitig im Frühjahr, eine Aussaat im Herbst mit speziellen Sorten hat sich ebenfalls bereits etabliert. Generell braucht Mohn einen seichten Anbau in ein eher feinkrümeliges Saatbett. Der Auflauf und die Jugendentwicklung sind langsam und die unkrautunterdrückende Kraft gering. Muss auf Herbizide verzichtet werden, so geht nur ein Anbau, bei dem bei der Drillsaat einige Reihen ausgelassen werden, durch die in späterer Folge gehackt und leicht angehäufelt werden kann. Das geht aber nur auf nicht erosionsgefährdeten Feldern.

Autor: Hubert KÖPPL, LK Oberösterreich, Linz


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Aktualisiert am: 23.02.2007 11:43
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