Unkrautbekämpfung im Maisbau – noch nie war die Auswahl so groß

Zwei neue Wirkstoffe und mehrere neue Formulierungen und Wirkstoffkombinationen sorgen für nie dagewesene Auswahl. Und auch die Maiszüchtung sorgt für neue Anwendungsmöglichkeiten bewährter Präparate.
Bei Distelproblemen ist ein kombinierter Einsatz von Bodenherbiziden mit Maisbanvel WG eine preiswürdige Alternative.
Bei Distelproblemen ist ein kombinierter Einsatz von Bodenherbiziden mit Maisbanvel WG eine preiswürdige Alternative.
Für den Landwirt gibt es in diesem Jahr zwei neue Wirkstoffe zur Anwendung im Nachauflauf. Calaris, die neue Fertigformulierung der Wirkstoffe Terbutylazin, und Mesotrione wurden mittlerweile registriert. Einige neue „Packs“ wurden aufgrund der Probleme des letzten Jahres kreiert, alte wurden in der Hirseleistung verstärkt. Terbutylazin, das wegen seiner Wasserlöslichkeit her eher kritisch zu betrachten ist, hat durch synergistische Wirkung mit Triketonen bei einigen Unkräutern, wie zB Borstenhirsen zu besseren Bekämpfungserfolgen geführt, andererseits den SH- Wirkstoff Rimsulfuron in seiner Hirseleistung auf einigen Standorten der Steiermark und des Südburgenlandes gebremst.

Beachten Sie den Packungstext!
Aufgrund der Registrierung dürfen Terbutylazin-Einzelprodukte (zB Click, Zeagran) meist nur bis zum 4-Blattstadium des Maises eingesetzt werden. Anders bei Fertigmischungen, wie zB Calaris (D1-8). Die Aufwandmenge/ha ist auch meist auf 500 –750 g Aktivsubstanz/ha und Jahr begrenzt. Dies bedeutet auch, dass eine Korrekturspritzung mit Terbutylazin- Kombinationen nach bereits erfolgter Terbutylazinanwendung NICHT möglich ist.

Also Anwendungshinweise genau beachten! In den S- und R- Sätzen auf der Packung wird auch der Einsatz des Produktes geregelt. Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Gummistiefel und Atemschutzmaske gehören oft zu den Sicherheitsanweisungen und sollten wohl in eigenem Interesse eingehalten werden. Abstandsauflagen können, je nach Registrierungsland, unterschiedlich sein. Bei gleichen Zulassungen kann man sich dann die „Vorschrift“ aussuchen.

Autor: Dipl. Ing. Peter KLUG, LK Stmk.


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Aktualisiert am: 11.04.2006 16:50
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