Unfälle im bäuerlichen Bereich weiter rückgängig

Die Unfallzahlen in der Land- und Forstwirtschaft sind im Vergleich zum vergangenen Jahr wieder leicht rückläufig. Allerdings stagniert die Zahl der tödlichen Unfälle bei ca. 75 Fällen pro Jahr.
Im Jahr 2005 musste die Sozialversicherungsanstalt der Bauern 5.343 Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten (um 239 weniger als 2004) verzeichnen - 75 davon endeten tödlich. Die meisten Unfälle (rund 40 Prozent) sind auf Stürze am Boden oder von der Höhe zurückzuführen. Die häufigsten Unfallorte sind der freie Hofraum und die Stallungen.

Weitere häufige Unfallursachen sind in den Bereichen Tierhaltung, Waldarbeit und hauswirtschaftliche Arbeiten zu finden. So wurden rund 14 Prozent aller gemeldeten Arbeitsunfälle durch Tiere verursacht. Durch schnellende Äste, abrollende Hölzer, fallende Bäume oder Äste kamen etwa 500 Personen zu Schaden – für fünfzehn von ihnen endete der Unfall tödlich.

Vier Prozent aller Unfälle – allerdings 24 Prozent aller tödlichen Unfälle – wurden durch Transportmittel verursacht. In erster Linie sind dabei Traktoren beteiligt.

Allerdings ist auch das Alter für die Unfallhäufigkeit ausschlaggebend. Etwa ein Viertel der Unfallopfer, aber fast die Hälfte der Unfalltoten ist über 60 Jahre alt. Frauen hingegen sind zu weniger als einem Drittel an den Unfällen beteiligt – bei den tödlichen Ereignissen liegt ihr Anteil sogar nur knapp über 10 Prozent.

Bundesländervergleich Unfallzahlen:


Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten Davon tödlich
Wien 12 0
Niederösterreich 1.076 25
Burgenland 147 2
Oberösterreich 1.385 12
Steiermark 1.392 16
Kärnten 603 13
Salzburg 326 2
Tirol 317 5
Vorarlberg 85 0


Hinter diesen nüchternen Zahlen stehen jedoch immer Menschen und deren persönliche Schicksale. Durch das kostenlose Angebot einer sicherheitstechnischen Beratung durch die Fachleute der SVB wären sicher manche Unfälle und damit viel Leid vermeidbar gewesen.


Aktualisiert am: 31.05.2006 11:51
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