Unfälle am „Arbeitsplatz Bauernhof“ leicht rückläufig

In den letzten Jahren sind die Sicherheitsstandards in den bäuerlichen Betrieben verbessert worden und die Unfälle insgesamt leicht rückläufig.
Stürze und die Arbeit mit Tieren zählen noch immer zu den häufigsten Unfallursachen.
Stürze und die Arbeit mit Tieren zählen noch immer zu den häufigsten Unfallursachen.
Das ist Beweis dafür, dass die Beratung im Bereich der Sicherheit seitens der Fachexperten der Sozialversicherungen und der Interessensvertretung wirkt und auch unsere Bäuerinnen und Bauern Sicherheitsvorkehrungen sehr ernst nehmen“, sagt der zuständige Landesrat Johann Seitinger.

Die Unfallstatistik des Jahres 2006 ergibt folgendes Bild:

  • Bei den selbständigen Landwirten und deren Familienangehörigen ereigneten sich 1.288 Unfälle, wobei 14 tödlich endeten (2005: 1.392 Unfälle, 16 tödlich)
  • Bei den unselbständigen Arbeitern und Angestellten in der Land- und Forstwirtschaft ereigneten sich 1.571 Unfälle, wobei 7 tödlich endeten (2005: 1.494 Unfälle, 8 tödlich)


Die Unfallursachen gliedern sich wie folgt:
• „Stürzen von Personen“ 40,3 %
• „Arbeiten mit Tieren“ 12,4 %
• „Herab- und umfallen von Gegenständen“ 12,0 %
• „Hantieren mit Arbeitsmaschinen“9,5 %
• „Scharfe und spitze Gegenstände“4,8 %

Als Aufsichtsbehörde überprüft die Land- und Forstinspektion alljährlich die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften auf dem Gebiet des Dienstnehmerschutzes, sowie der familieneigenen Arbeitskräfte der bäuerlichen Betriebe.

„Der Arbeitsplatz Bauernhof und damit die Lebensmittelerzeugung bringen nach wie vor erhebliche Gefahren mit sich. Vor allem die Arbeitsbedingungen der Bergbauern sind weit weg von jeglicher Großstadtromantik. Ein Blick auf die Statistik zeigt auch, dass speziell das Hantieren mit Tieren zunehmend gefährlicher wird. Ziel muss es sein, mit guter Beratung die Unfallsstatistik auf einen Minimalwert zu senken“, so Agrarlandesrat Johann Seitinger.


Aktualisiert am: 21.09.2007 10:06
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