Umsatzwachstum führender Landtechnikhersteller

Steigende Preise für Nahrungsmittel und höhere Ernten bringen mehr Geld in die Landwirtschaft – davon profitieren auch die Landtechnikhersteller. Die mittelfristigen Wachstumszahlen sind jedenfalls überwiegend beeindruckend!
Unter den Geräteherstellern für Ackerbau & Grünland das stärkste Mittelfristwachstum zu verzeichnen. Hier der "Jumbo-Kombi" Mehrzweck-Rotorladewagen für Grünfutterernte und Häckseltransport.
Unter den Geräteherstellern für Ackerbau & Grünland das stärkste Mittelfristwachstum zu verzeichnen. Hier der "Jumbo-Kombi" Mehrzweck-Rotorladewagen für Grünfutterernte und Häckseltransport.
In diesem Beitrag betrachten wir das Unternehmenswachstum der in Europa führenden Landtechnikhersteller einmal mittelfristig im Vergleich des Geschäftsjahres 2007 zum Referenzjahr 1999. An dieser Betrachtung lässt sich erkennen, wie nachhaltig das Unternehmenswachstum in den ersten acht Jahren dieses Jahrzehnts ist. Zum anderen werfen wir einen Blick auf die Umsatzzahlen im durchschnittlich besonders umsatzstarken Geschäftsjahr 2007 im Vergleich zu 2006. Wir nutzen dazu die von den Unternehmen veröffentlichten Zahlen (nicht inflationsbereinigt) im Bilanzjahr der einzelnen Unternehmen, das nicht in allen Fällen mit dem Kalenderjahr gleichzusetzen ist. Bei den amerikanischen Unternehmen, die in US$ bilanzieren, nutzen wir zur Umrechnung in Euro in 2006 und 2007 den Wechselkurs der EZB (der Europäischen Zentralbank). Starkes Umsatzwachstum ist nicht immer gleichzusetzen mit starkem Renditewachstum. Langfristiges Umsatzwachstum ist jedoch auch ein Indikator für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens – denn ohne entsprechende Renditen kann ein Unternehmen nicht nachhaltig wachsen!

Einflussfaktoren und Perspektive des Unternehmenswachstums
Insgesamt hat sich das Unternehmenswachstum seit 2006 exponentiell beschleunigt und ist der stark wachsenden internationalen Nachfrage gefolgt. Auch für 2008 zeichnet sich bereits ein weiterhin sehr starkes Umsatzwachstum ab. Allerdings klaffen die mittelfristigen Wachstumsraten der einzelnen Wettbewerber seit Beginn dieses Jahrzehnts ziemlich weit auseinander – auch innerhalb der einzelnen Unternehmenskategorien. Profitiert haben vor allem diejenigen Unternehmen, die nach den Umbrüchen im vorigen Jahrzehnt im Jahr 2000 gestärkt, mit Innovations- und Führungskraft und strategisch geordnet Gewehr bei Fuß für den Markt bereit standen.
Seit mehreren Jahren erweitern die wachstumsstarken Unternehmen stetig ihre eigenen Produktionskapazitäten, verstärken die Zulieferung von Komponenten durch „Outsourcing“, setzen neben dem Aufbau ihrer Stammbelegschaft zunehmend Zeitarbeitskräfte ein und beschleunigen die Durchlaufzeiten ihrer eigenen Fertigung. Das stellt höchste Anforderungen an vorausschauende Planung und Koordination der Fertigung. Erschwerend kommen Lieferlücken seitens der Zulieferanten hinzu. Mit Prognosen für 2009 tut sich die Industrie zurzeit noch schwer, auch angesichts der starken Erhöhungen der Rohstoffpreise, der Energiekosten und bevorstehender Lohnabschlüsse der Metallindustrie in Deutschland – die sich auch bei den landwirtschaftlichen Kunden niederschlagen. Die Ziellinie für 2009 und darüberhinaus dürfte generell ein Umsatzniveau sein, das den stark erweiterten Fertigungskapazitäten entspricht.

Autor: Wolfgang KUTSCHENREITER, Gailingen (D)


Aktualisiert am: 10.09.2008 10:21
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