Überlegungen zur Tannenwaldbewirtschaftung

Zu unrecht genießt das Tannenholz einen eher schlechten Ruf. Bei einer Pro Silva-Exkursion wurden Irrtümer rund um die Tanne ausgeräumt und die vielseitige waldbauliche und holzwirtschaftliche Verwendung dieser Schattenbaumart aufgezeigt.

Das Tannenholz ist besser als sein Ruf. Interessante Preise lassen sich allerdings nur für gute Qualitäten bei getrennter Vermarktung von Fichte erzielen.
Das Tannenholz ist besser als sein Ruf. Interessante Preise lassen sich allerdings nur für gute Qualitäten bei getrennter Vermarktung von Fichte erzielen.

• Frisches Tannenholz ist schwerer als Fichte, getrocknetes Tannenholz ist allerdings leichter als Fichte.
• Frisches Tannenholz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von rund 55 %. Die Trocknung von 55 % auf 35 % erfolgt relativ rasch, erst von 35 % herunter verläuft die Trocknung sehr langsam.
• Frisches Tannenholz hat einen buttersäureähnlichen Geruch, ist allerdings getrocknet völlig geruchsfrei
• Tannenholz ist harzfrei.
• Frostrisse und Ringschäle sind häufige Tannenholzfehler. Ringschäle tritt gerne dort auf, wo auf enge Jahrringe breite Jahrringe folgen und sich das Holz aus diesem Grund dort jahrringförmig abschält.
• Tannenholz ist unter Wasser nahezu unbegrenzt haltbar.
• Verwendungsmöglichkeiten für Tannenholz: Möbel, Sauna, Wintergärten, Bootsbau, Tröge für Viehtränken, Untergrund für Malereien, Tannenschindeln, etc.
•Die Tanne ist holztechnologisch wenig erforscht, daher sind ihre positiven Eigenschaften noch weitgehend unbekannt.


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Aktualisiert am: 27.10.2003 13:52
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