Überbetriebliche Klauenpflege ist jetzt gesetzlich geregelt

Überbetriebliche Klauenpfleger bewegten sich bisher bei ihrer Tätigkeit aus gesetzlicher Sicht in einer Grauzone. Es gab keine klaren Regelungen bei Steuern und keine eigene Gewerbeordnung. Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium haben die Ausbildung nun auf neue Beine gestellt.
Der Bedarf an guten Klauenpflegern ist bei den Rinderhaltern nach wie vor ungebrochen.
Der Bedarf an guten Klauenpflegern ist bei den Rinderhaltern nach wie vor ungebrochen.
Dienstleistungen unterschiedlichster Art laufen über das landwirtschaftliche Nebengewerbe. Viele Landwirte wissen nicht, dass ausgerechnet die Durchführung der überbetrieblichen Klauenpflege nicht in diese Sparte fällt. Der überbetriebliche Klauenpfleger ist laut Gewerbeordnung der Schmiedeinnung zugeteilt. Die Tätigkeit wurde als „Huf und Klauenbeschlag“ bezeichnet. Wer bis jetzt diese Tätigkeit ausüben wollte, musste einen Metaller-Beruf, wie z.B. Schmied oder Schlosser, vorweisen und zusätzlich einen Huf- und Klauenbeschlagslehrgang absolviert haben. Diese historische Zusammengehörigkeit von Huf- und Klauenpflege lässt sich in der heutigen Zeit nicht mehr aufrechterhalten. Die Dienstleister haben sich spezialisiert, entweder arbeitet man als Hufschmied oder als Klauenpfleger. Diese Entwicklung machte es notwendig, die gewerbliche Ausübung funktioneller Klauenpflege auf einer neuen gesetzlichen Basis von Wirtschaft und Landwirtschaft zu regeln.

Eingeschränkt auf Klauenpflege
Gewerberechtlich wird die überbetriebliche Klauenpflege in Zukunft als „Huf- und Klauenbeschlag, eingeschränkt auf Klauenpflege“ bezeichnet. Es gibt keine Zulassungsbeschränkungen zur Ausbildung zum Klauenpfleger. Das heißt, auch interessierte Nichtlandwirte können in Zukunft diese Tätigkeit ausüben. Voraussetzung zur Durchführung der überbetrieblichen Klauenpflege ist allerdings die Absolvierung einer gesetzlich geregelten Ausbildung mit einer positiv abgelegten Abschlussprüfung. Die gesamte Ausbildung umfasst 216 Unterrichtseinheiten und wird zurzeit vom LFI angeboten.

Autoren: Robert PESENHOFER, Hitzendorf und Michael SCHILLING, Edelschrott

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Autor: Stephanie Auinger
Aktualisiert am: 07.11.2013 14:52

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