Über 30 % mehr Erlös für Braugerste

Die Konkurrenz der Flächen ist kein leeres Schlagwort. Nutznießer der Nachfrage nach Ackerflächen sind die Landwirte, die für ihre Produkte bessere Preise erlösen. Nun bietet die Raiffeisen Lagerhausorganisation den Landwirten überaus attraktive Verträge für Braugerste.
Neben der Produktion von Lebensmitteln gewinnt die Erzeugung von Energiegrundstoffen an Bedeutung. Die Folge: Ackerflächen sind gefragt, mehr denn je, und die Erzeugerpreise für Weizen & Co steigen. Nun stellt sich die Frage, welche Kulturen die besten Erträge bringen. Braugerste gehört sicher dazu: Die Lagerhausorganisation bietet ab sofort neue Vorverträge für Braugerste, die den Landwirten einen Preis sichern, der um etwa ein Drittel über jenem des Vorjahres liegt.

Attraktiver Preis für die Ernte 2007
Die heimische Brauindustrie setzt auf heimische Qualität. Daher haben sich Mälzer, Brauereien und die Lagerhausorganisation auf ein neues Modell geeinigt, um die Versorgung mit Braugerste aus Österreich zu sichern. Der Lagerhausorganisation ist es dabei gelungen, für die heimischen Landwirte ein wirtschaftlich attraktives Angebot zu erreichen. Konkret wurde ausverhandelt, Vorverträge für Braugerste anzubieten, durch die den Landwirten ein Preis garantiert wird, der deutlich mehr als 30 % über jenem des Vorjahres liegt. Diese Vereinbarung gilt vorläufig für zwei Drittel der Braugerste, die üblicherweise vor der Ernte im Vorvertrag fixiert werden. Je nach Marktlage soll im Frühjahr die Restmenge verhandelt werden.

Der Preis für Braugerste vollzieht damit einen überdurchschnittlichen Preisanstieg (siehe Tabelle) und setzt damit ein klares Signal, dass der Anbau für die Landwirte attraktiv bleibt.

„Braugerste ist eine Feldfrucht, deren Anbau in Österreich sinnvoll ist. Wir versuchen nun, den Anbau wieder zu stärken“, erklärt DI Ernst Gauhs, Bereichsleiter für landwirtschaftliche Erzeugnisse in der Raiffeisen Ware Austria (RWA). Falsch wäre aufgrund dieser Möglichkeit, auf sämtlichen Flächen Braugerste anzubauen, das in Österreich bewährte Anbauverhältnis soll erhalten bleiben.

Braugerstenanbau erhalten
„Wir raten den Landwirten regional bewährte Kulturen weiter anzubauen und nicht das Anbauverhältnis zu verschieben. Damit können die Märkte stabil gehalten werden, was langfristig die besten Erträge für die Landwirte bringt. Das Verhandlungsergebnis mit der Brauwirtschaft soll die Attraktivität des Braugerstenanbaus und die traditionelle Anbaufläche erhalten und damit eine entsprechende Menge an heimischer Braugerste sicherstellen“, betont Gauhs.

Die Braugersten-Vorverträge können ab sofort in den Lagerhäusern abgeschlossen werden.

Preise der Börse für Landwirtschaftliche Produkte in Wien Stand November


2005 2006
Premiumweizen 128 149 + 14,5 %
Qualtitätsweizen 122 146 + 19,5 %
Sonnenblume 202 187 - 7,4 %
Braugerste (Vorverträge)* 112 151 + 35 %


• *für Ernte 2006 bzw. 2007


Aktualisiert am: 27.11.2006 11:45
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