UV-Strahlung bei Bäuerinnen und Bauern sehr hoch

Gesundheitsvorsorge und Prävention haben in der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) einen hohen Stellenwert. Das beweist eine aktuell veröffentlichte Studie über die UV-Strahlenbelastung der Bäuerinnen und Bauern, die von der SVB in Zusammenarbeit mit Univ. Prof. Dr. Harald Maier von der Wiener Universitätsklinik für Dermatologie entstanden ist.
v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Harald Maier (Universitätsklinik für Dermatologie) und Abg.z.NR Karl Donabauer (SVB Obmann) [pressefotos.at/Thomas Preiss]
v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Harald Maier (Universitätsklinik für Dermatologie) und Abg.z.NR Karl Donabauer (SVB Obmann) [pressefotos.at/Thomas Preiss]
SVB-Obmann NR Karl Donabauer: „Die bäuerliche Bevölkerungsgruppe gehört zu jener Berufsgruppe, die aufgrund der vorwiegenden Außentätigkeit am stärksten der Sonne ausgesetzt ist. Die von der Sonne ausgehende UV-Strahlung ist nicht nur gesund, sondern auch verantwortlich für Haut- und Augenerkrankungen, die wir als SVB im Einzelfall auch immer wieder feststellen müssen.“ Der Obmann erklärte auch, dass die SVB mit dieser wissenschaftlichen Studie einen gesetzlichen Auftrag zur Erforschung von möglichen Berufskrankheiten erfüllt: „Obwohl die Zahl der Arbeitsunfälle in den letzten Jahrzehnten rückläufig ist, müssen wir uns diesem aktuellen Thema zuwenden und dem Bereich Berufskrankheiten und deren Feststellung vermehrt zuwenden“.

Methodik und Ergebnisse
Der erste Teil der Studie umfasste eine epidemiologische Untersuchung der Haut und der Augen in welcher der Gesundheitszustand von rund 400 Bäuerinnen und Bauern – verglichen mit einer Kontrollgruppe von 100 Büroangestellten – aufgezeichnet wurde. Ein Fragebogen erhob zusätzlich den Informationsstand der bäuerlichen Bevölkerung über die Gefahren der Sonnenstrahlung und der geeigneten UV-Präventivmaßnahmen. Die Anamnese der 400 Landwirte zeigt im Vergleich zu den Büroangestellten, dass eine verstärkte und vorzeitige Alterung der Haut mit Gefäßerweiterungen und Pigmentverschiebungen festzustellen ist. Des Weiteren wurde bei Ackerbauern eine Tendenz zu trockener Augenbindehaut und bei Obst- und Weinbauern vermehrt eine vorzeitige Bindehautalterung diagnostiziert.

Zusammenfassend hob Univ.-Prof. Dr. Maier hervor, dass die vorliegende Studie im Bereich der aktiv tätigen bäuerlichen Bevölkerung nachweisbare Hautschäden, vor allem jedoch eine vorzeitige Hautalterung durch arbeitsbedingte Sonnenlichtexposition beweist: „Wir konnten auch ein Informations- und Anwendungsdefizit in Bezug auf den persönlichen Schutz vor UV-Strahlung während der Arbeit feststellen. Ich denke, die Studie liefert zahlreiche wichtige Ergebnisse um ein entsprechendes UV-Präventionsprogramm zu entwickeln.“

Obmann Donabauer erklärte abschließend, dass er diese Herausforderung einer entsprechenden Vorsorge seitens der SVB gerne annimmt: „ Nur ein gesunder Mensch, der seine Gesundheit nicht riskiert und verspielt, ist ein glücklicher Mensch. Das ist das Motto für all unsere Aktionen und Projekte in der bäuerlichen Sozialversicherung.“


Aktualisiert am: 24.04.2007 04:19

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