Typisch Junge!? Typisch Mädchen!?

Sind diese kleinen und großen Unterschiede einfach von der Natur mitgegeben worden, oder wo kommen sie her? Was sollte bei der Erziehung beachtet werden?
Kinder sind in keinem Alter „geschlechtsneutral“.
Kinder sind in keinem Alter „geschlechtsneutral“.
Kinder sind in keinem Alter „geschlechtsneutral“. Sie nehmen sich ihre Eltern zum Vorbild und ahmen sie nach. Sie sind ausgezeichnete Beobachter und nehmen jede Kleinigkeit wahr – wie Mama sich schminkt, dass Papa nur kocht, wenn Besuch kommt und sonst lieber Auto putzt. Denn schon kleine Mädchen von etwa 3 Jahren wissen, dass sie einmal eine Frau werden wollen „wie Mama“ und Jungs ein Mann „wie Papi“. Wie zuhause die Rollen verteilt sind, hat einen großen Einfluss darauf, wie Mädchen bzw. Buben sich als erwachsene Frau oder erwachsener Mann benehmen. Erst im Alter von 5 oder 6 Jahren lernen sie, dass sie ihr Geschlecht nicht verändern können, auch wenn sie es sich vielleicht noch so wünschen oder sich als „jemand anderes“ verkleiden.

Generell ist es wichtig, den Kindern Spielraum für die eigene Entwicklung zu geben. Denn alle Kinder haben Bedürfnisse und Fähigkeiten, die sie erproben müssen, um als Erwachsene stark und selbstbewusst zu werden. Also, geben Sie auch Mädchen die Möglichkeit auf Bäume zu klettern, zu raufen und sich in „männlichem“ Verhalten zu üben. Das gleiche gilt natürlich für die Buben!

Wenn Eltern ihren Kindern ein vielseitiges Rollenbild (bügelnder Papa und Reifenwechselnde Mama) mit auf den Lebensweg geben können, ist das der beste Start in ein Erwachsenenleben, in dem man sich einfach zutraut viel auszuprobieren, egal ob die anderen das passend oder unpassend für eine Frau/einen Mann finden!

Autorin: Mag. Sonja KARGL, Graz


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Aktualisiert am: 04.08.2006 13:03
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