Tüftler-Trio baut den „Bodenmischprofi“

Ein Gerät, das Pflug und Kreiselegge zugleich ersetzt: Das haben drei Landwirte mit ihrem „Bodenmischprofi“ erfunden. Hier zeigen sie, wie ihnen das gelungen ist.
Der Bodenmischprofi erledigt bis zu drei Arbeitsschritte in einer Überfahrt: lockern, zerkleinern und säen. (Fotos: Weninger)
Der Bodenmischprofi erledigt bis zu drei Arbeitsschritte in einer Überfahrt: lockern, zerkleinern und säen. (Fotos: Weninger)
Die drei haben einiges gemeinsam: Roland Edlbauer, Albert Götzenberger und Siegfried Strohofer sind Landwirte im Nebenerwerb, arbeiten als Maschinenbautechniker und leben im oberösterreichischen Zentralraum. Was sie noch eint, war der Wunsch, Arbeitsschritte im Ackerbau zu kombinieren. „Wir wollten die Arbeit von Pflug/Grubber und Kreiselegge – also Grundbodenbearbeitung und Saatbettbereitung – mit einem anderen Gerät vereinen können“, erzählt Edlbauer.

Am Markt fanden die drei keine Maschine, die ihren Vorstellungen entsprach. Weil sie auch in ihrer Freizeit leidenschaftliche Tüftler sind, beschlossen sie kurzerhand, selbst ihr gewünschtes Gerät zu entwickeln. 2015 war schließlich die Idee eines horizontalen, mit Werkzeugen bestückten Rotors geboren. Nach drei Jahren Entwicklungszeit und mehreren Prototypen ist der „Bodenmischprofi“, wie seine Erfinder das Gerät getauft haben, nun praxisreif – derzeit mit 2,5 m Arbeitsbreite.

Siegfried Strohofer, Albert Götzenberger und Roland Edlbauer (v.l.) entwickelten gemeinsam ihren „Bodenmischprofi“.
Siegfried Strohofer, Albert Götzenberger und Roland Edlbauer (v.l.) entwickelten gemeinsam ihren „Bodenmischprofi“.
20 cm tief und saatfertig gelockert
Dieser ist zapfwellenbetrieben und ähnelt vom Prinzip her entfernt einem Zinkenrotor „mit aktiver und passiver Bodenbearbeitung“. Wobei der Rotor im Bodenmischprofi langsamer dreht und auch sonst mit keinem anderen Gerät vergleichbar ist, wie die drei Erfinder betonen. Was sind nun die Vorteile des Bodenmischprofis? Mit nur einer Überfahrt ist die Arbeit von Pflug und Kreiselegge erledigt – selbst auf unbearbeitetem Körnermaisstroh. Das spart Zeit und Diesel.

Für ihren Bodenmischprofi suchen Edlbauer, Götzenberger und Strohofer nun einen Geschäftspartner, etwa einen Landmaschinenhersteller. Mit dessen Hilfe wollen sie die Maschine professionell bauen und vermarkten. Einen Patentantrag haben sie bereits gestellt. Doch sind sie mit der Entwicklungsarbeit noch nicht am Ende.

Alle weiteren Infos zum Bodenmischprofi lesen Sie in der LANDWIRT-Ausgabe 20/2018.
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Aktualisiert am: 12.10.2018 13:06