Trotz Quotenerhöhung voraussichtlich Superabgaben in Österreich

Obwohl die Milchquote in der EU im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr 2008/09 um 2,5 Prozent erhöht wurde, rechnet Österreich erneut mit einer Überlieferung seiner nationalen Referenzmenge.
Österreich wird erneut mit einer Superabgabe rechnen müssen
Österreich wird erneut mit einer Superabgabe rechnen müssen
Die Agrarmarkt Austria (AMA) geht in einer Prognose von Anfang Februar davon aus, dass im Zwölfmonatszeitraum bis Ende März 2009 die Überlieferung 30.000 Tonnen beträgt und Superabgaben in Höhe von 8,35 Millionen Euro fällig werden. Das entspräche einer Überschreitung des Mengenlimits von 2,753 Millionen Euro um knapp ein Prozent.

Österreich haben in den vergangenen zehn Jahren seine Milchquote meist überliefert. In den Verhandlungen zur Gestaltung des Milchquotenausstiegs hatte neben Deutschland nur Österreich Zurückhaltung bei der Produktionsausweitung angemahnt.

Österreich profitiert von Quotenerhöhung
Beim Health Check einigte man sich dann jedoch bekanntlich auf weitere Quotenerhöhungen, sowie auf eine Änderung bei der Ermittlung der Fettkorrektur, die im kommenden Jahr zu weiterem Spielraum für die Milcherzeuger führt.
Davon wird auch Österreich profitieren. Im vergangenen Kalenderjahr zahlten die Molkereien zwischen Salzburg und Villach im Landesmittel einen Milchpreis ab Hof von durchschnittlich 38,90 Cent/kg. Am besten schnitt dabei das Bundesland Kärnten mit 39,58 Cent/kg ab, dicht gefolgt von Salzburg mit 39,53 Cent/kg. Am anderen Ende rangierte Tirol mit einem Erzeugerpreis von durchschnittlich 36,49 Cent/kg. (AgE)


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Aktualisiert am: 23.02.2009 14:42
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