Trockenheit: Gefahr durch Borkenkäfer und Waldbrand

Die LK Salzburg warnt vor den Gefahren, die die Trockenheit mit sich bringt.
Die Trockenheit kann das flächige Absterben von Wäldern zur Folge haben
Die Trockenheit kann das flächige Absterben von Wäldern zur Folge haben
Auch die Salzburger Wälder leiden bereits massiv unter der Trockenheit. Vor allem in den trockenen Südhängen der Kalkalpen gibt es enorme Dürreschäden. Die seichtgründigen Böden mit Sand und Felsen sind sehr durchlässig und trocknen schnell aus.

Die Bäume leiden unter Trockenstress und etliche sind bereits abgestorben. Weiters hat der Borkenkäfer leichtes Spiel. Zum einen schreitet der Entwicklungszyklus des Borkenkäfers bei warmen Temperaturen schneller voran, zum anderen sind die geschwächten Bäume anfälliger. Der Befall hat in den betroffenen Gebieten stark zugenommen. „Waldbesitzer sollten wachsam sein und ihren Bestand kontrollieren. Befallene Bäume müssen so rasch wie möglich aus dem Wald entfernt werden“, sagt Präsident Franz Eßl. Das ist die einzige Möglichkeit, dem Käfer Herr zu werden – geschwächt wird der Borkenkäfer nur, wenn es kalt ist oder wenn ihn starker Regen ausschwemmt.

Auch die Waldbrandgefahr ist extrem. Der Boden ist ausgetrocknet, das Geäst und Blattwerk darauf ebenso. Jeder Funken im Wald ist derzeit gefährlich.

Franz Grill, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer, schätzt beim Holzzuwachs ein Minus von 25 Prozent. „Die Auswirkungen der Trockenheit auf das Wachstum findet Eingang im Gesamtzuwachs des Jahres. Auch der Höhenzuwachs der Bäume war sehr schnell abgeschlossen. Er wird geringer sein als im Vorjahr.“

Aktualisiert am: 12.08.2013 14:30
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