Trinkwasserversorgung für Schweine

Die gesetzlichen Mindestforderungen der 1. Tierhaltungsverordnung, gültig ab 1.1.2005 (1. THVO), besagt: „Alle Schweine müssen ständig Zugang zu ausreichend Frischwasser haben. Das Angebot an Tränkevorrichtungen ist an die Gruppengröße anzupassen.“

Das neue ÖKL-Merkblatt gibt Hilfestellung, die Trinkwasserversorgung für Schweine optimal gewährleisten zu können.
Warum ist die Wasserversorgung wichtig?

Wasser erfüllt im Stoffwechsel der Tiere wichtige physiologische Aufgaben (z.B. Nährstofftransport, Zelldruck) und spielt vor allem bei der Regelung der Körpertemperatur (Thermoregulation) eine entscheidende Rolle. Wird den Tieren zu wenig Wasser angeboten, sind geringere Futteraufnahmen zu erwarten. Die Tiere brauchen Wasser, um das Futter einspeicheln zu können, den Transport der Nahrungsteile im Darm zu ermöglichen und die Milchproduktion sicher zu stellen. Eine adäquate Wasserversorgung ist somit ein bedeutender Eckpfeiler für eine erfolgreiche und tiergerechte Schweinehaltung.

Das achtseitige Merkblatt gibt Auskunft zum Wasserbedarf, der von Leistung – mit steigender Leistung steigt der Wasserbedarf -, Umgebungstemperatur, Gesundheitszustand und Futterzusammensetzung abhängt. Es wird empfohlen, bereits Saugferkeln Wasser mittels geeigneter Tränken anzubieten! Eine Tabelle gibt Richtwerte für den Wasserbedarf. Auch gibt es Angaben für die Durchmesser der Zuleitungsrohre.

Was die Wasserqualität betrifft, wird empfohlen, mindestens einmal im Jahr, den Keimgehalt bestimmen zu lassen.

Empfohlene Tränken – auch frostsichere Varianten – werden anhand von Bildern der Fa. Suevia Haiges GmbH aufgelistet und dargestellt. Zum Zirkulationssystem, das zum Vorwärmen von Wasser dient, gibt es eine Schemadarstellung.

Tränken sollten grundsätzlich nicht im Liegebereich, sondern im Kot- und Aktivitätsbereich platziert werden. Wenn ein Auslauf vorhanden ist, sollen Tränken dort angeordnet werden. Einer Tabelle kann man empfohlene Montagehöhen und Durchflussmengen entnehmen.

Der letzte Abschnitt informiert über Zusatzeinrichtungen für die Trinkwassermedikation; möglich sind ein Medikator mir Stammlösungsbehälter, eine Ringleitung mit Vorlaufbehälter oder eine Einrichtung direkt an der Tränke mit Vorratsbehälter.

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Aktualisiert am: 24.07.2008 19:59
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