Transporterfederungen im Vergleich

Die FJ-BLT Wieselburg hat gemeinsam mit der Agroscope FAT-Tänikon in der Schweiz die Federungssysteme der Transporter auf ihre Effizienz untersucht. In weiterer Folge wurden diese Transporter auch mit den Federungssystemen eines Traktors, eines Unimogs und eines PKW´s verglichen.
Messfahrt auf der 35m Holperbahn.
Messfahrt auf der 35m Holperbahn.
Der Transporter ist ein Fahrzeug, das neben dem landwirtschaftlichen Bereich auch immer mehr in den Kommunen eingesetzt wird. Aus der Sicht des Schwingungskomforts wurde bisher der Transporter ständig vernachlässigt. Der Traktor stand immer im Mittelpunkt von diversen Schwingungsuntersuchungen. Der ungefederte Transporter war aufgrund des schlechten Schwingungskomforts das Schreckgespenst vieler Fahrer. Die ungünstige Anordnung des Fahrersitzes über dem linken Vorderrad, die kleine Reifendimension und der relativ hohe Luftdruck waren Gründe für die hohen Schwingungsbelastungen die auf den Fahrer einwirken. Nicht selten ist es vorgekommen, dass sich so mancher Fahrer beim Überfahren von Bodenunebenheiten den Kopf am Dach der Fahrerkabine angeschlagen hat. Die FJ-BLT Wieselburg hat deshalb gemeinsam mit der Agroscope FAT-Tänikon diese Untersuchung durchgeführt, um die Effizienz der am Markt befindlichen gefederten Transporter festzustellen und dadurch einen weiteren Verbesserungsschub bei den Transporterfederungen zu bewirken. Folgende vier Transporter wurden untersucht: AEBI TP88, Lindner Unitrac 95, Reform T9 und Schiltrac 2068 SF

Fazit

Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass die Zeiten der großen Schwingungsbelastungen beim Fahren mit den Transportern endgültig vorbei sind. Um einen optimalen Schwingungskomfort zu erreichen, ist trotz Federungssysteme noch immer ein guter Fahrersitz notwendig. Mit den gefederten Transportern werden gegenüber dem ungefederten Transporter Beschleunigungsreduktionen am Fahrersitz in vertikaler Richtung, von etwa 60 bis 80 % erreicht. Die vier Transporter unterscheiden sich im Schwingungsverhalten am Kabinenboden (ohne Fahrersitz) doch deutlich.

Die Transporter spielen nun auch in der oberen Klasse des Schwingungskomforts. Sie brauchen sich vor anderen gefederten Fahrzeugen in keiner Weise verstecken. Dies zeigt auch der zweite Teil dieser Untersuchung, die wir Ihnen in der nächsten Ausgabe unserer Fachzeitschrift präsentieren werden. Im Teil 2 werden die gefederten Transporter mit einem Traktor, einem Unimog und einem PKW verglichen.

Autor: Dipl.-HLFL-Ing. Manfred NADLINGER, FJ-BLT Wieselburg


Aktualisiert am: 22.06.2006 17:19

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