Traktormarkt stark steigend

Im ersten Halbjahr 2006 wurden in Österreich um 548 Neutraktoren mehr angemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die größten Zuwächse hat Claas zu verzeichnen.
In den letzten Jahren haben sich die Neuzulassungen bei den Traktoren auf etwa 6.000 Stück pro Jahr eingependelt. Daher ist es schon ein bisschen überraschend, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 4.052 Neutraktoren bei der Zulassungsbehörde angemeldet wurden. Das bedeutet einen Anstieg um knapp 16 % zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die größten Zuwächse konnte Claas verbuchen.

Hermann Pöchhacker, Eibl + Wondrak

Der aussergewöhnlich hohe Gesamtmarktzuwachs ist wahrscheinlich auf eine relativ gute und sichere Zukunftsperspektive der österreichischen Landwirtschaft für die nächsten Jahre in zurückzuführen. Betriebe mit einigermaßen sicheren Zukunftaussichten investieren wieder. Das Gesamtmarktniveau dürfte sich eher bei gut 6000 Einheiten pro Jahr einpendeln. Der befürchtete Rückgang auf 5000 Stück Traktoren pro Jahr ist momentan nicht abzusehen.

Eibl + Wondrak hat mit der Marke CLAAS sein Marktanteilsziel für das Jahr 2006 von ca. 3% erreicht, der Marktanteilszuwachs von 2.1% ist der höchste Zuwachs aller auf dem österreichischen Markt vertretenen Marken. Der Marktanteilszuwachs ist auf die gute Qualität der Claas Traktoren aber nicht zuletzt auch auf das gute Preis/Leistungsverhältnis und die sichere und sprichwörtlich vorbildhafte Aftersales Betreuung durch das Claas Händlernetz zurückzuführen. Eine Fortsetzung dieses positiven Trends bei CLAAS Traktoren ist für die 2. Jahreshälfte schon jetzt abzusehen. Neben den Rennern CLAAS Celtis Dynamic und Ares Dynamic kommen die neuen CLAAS Ares 50kmh Traktoren sehr gut an und bestechen durch Top Leistungswerte.

Johannes Zuser, Deutz-Fahr

Als voller Erfolg und hauptverantwortlich für unsere Steigerung zeigt sich der Agrotron K,der mit seinen kompakten Abmessungen, dem hohen Qualitätsniveau und der umfangreichen Aussttatungsvielfalt bis hin zum Profiline die österreichischen Landwirte begeistert. Bis jetzt konnten wir heuriges Jahr ein sehr positives Investitionsverhalten unter den Landwirten feststellen. Seit Juni haben wir mit der Auslieferung der neuen Agroplus mit Powershuttle und dem einzigartigen Stop&go begonnen, und wir gehen davon aus mit diesem zusätzlichen Programm den Marktanteil im 2. Halbjahr halten oder noch weiter ausbauen zu können.

Thomas Lösch, Matimport

Die Marktentwicklung 2006 ist sehr erfreulich, der Zuwachs in der Dimension aber überraschend. Auf der Suche nach Erklärungen dafür finde ich rasch eine Antwort: Der österr. Landwirt setzt auf moderne Technik und ist bereit zu investieren. Dazu kommt, dass das Preisniveau durch den Wettbewerbsdruck extrem niedrig ist. Wir konnten an Stückzahlen zulegen und haben für den Rest des Jahres noch viel vor. Die neuen Baureihen bei Same und Lamborghini (über 100 PS), die aus dem deutschen SDF-Werk kommen, stehen erst seit Mai zur Verfügung. Eben diesem Segment gilt unsere besondere Konzentration in der 2. Jahreshälfte. Neben dem Standardtraktorenbereich werden wir auch im Obst- und Weinbau starke Impulse setzen.

Rudolf Hinterberger, STEYR & CASE IH

1) Der österreichische Traktormarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr außerordentlich stark (+15%).
2) Steyr und Case IH konnten durch interessante Angebote daran teilhaben.
3) Verglichen mit dem Endergebnis 2005 ist Steyr wieder klar die Nummer 1 am österreichischen Traktorenmarkt.
4) Für den Rest des Jahres sind wir sehr zuversichtlich, durch bewiesene Produktvorteile, wie Dieselsparsamkeit (siehe Testergebnisse des Fortschrittlichen Landwirtes zur Profi Traktorreihe), Marktanteile dazuzugewinnen.

Ing. Rudolf Dietrich, McCormick

Der Gesamt Standard Traktorenmarkt weißt ein Plus von ca. 17% auf. Dies ist ein positives Signal aus der Landwirtschaft für die Landtechnik. Zudem hat sich das Kaufverhalten geändert: Es werden mehr Traktoren im ersten Halbjahr zugelassen. Wahrscheinlich wird am Jahresende ein Plus von 10-12 % zu verzeichnen sein. Das scheint viel, berücksichtigt man im Jahr 2005 ein Minus von 6 % so wäre man auf der üblichen Schwankungsbreite von +/- 5 % von Jahr zu Jahr. Im ersten Halbjahr 2005 gab es noch ein Plus von 1,5 % am Jahresende war es ein Minus von ca. 6 %. Bei Obst- und Weinbautraktoren gibt es heuer ein Minus ca. 17 %, auch nicht überraschend, da es die letzten Jahre immer ein Plus gab. Mc Cormick selbst hat noch Auslieferrückstände, welche im Juli/August abgebaut werden. Der Zuwachs liegt im Trend vom Gesamtmarkt (+ 16%).

Ing. Reinhard Schmoll, Valtra

Unsere Strategie ist es nicht, über die Preisschiene Marktanteile zu kaufen. Vielmehr halten wir es sinnvoll, kontinuierlich unseren Marktanteil in kleinen Schritten zu steigern, was wir seit der Markteinführung unserer Marke 1994 permanent zeigen. Wichtig ist uns auch, die in den Markt gebrachten Maschinen über unsere Händler und unseren eigenen Kundendienst optimal zu betreuen. Was den Gesamtmarkt betrifft, werden in absehbarer Zeit auch wieder schlechtere Zeiten kommen.

Hansgeorg Mertzbach, New Holland


Sind mit dem Verkaufsergebnis des ersten Halbjahres 06 zufrieden , da über dem Vorjahr liegend im Rhythmus von Auslieferung und somit Zulassung liegen werden wir mit Sicherheit in den nächsten Monaten unsere Position , als eine führende Marke behaupten und festigen.
Positiv sehen wir die Investitionslust der Landwirte ,die auch für das zweite Halbjahr 06 unsere Verkäufe tragen wird und unsere Position stärken wird.

Johann Gram, Austro Diesel

Eine durchaus erfreuliche Entwicklung, welche in der Größenordnung nicht vorhersehbar war. Ein klares Zeichen für Aufbruchstimmung in der Landwirtschaft. Die positive Grundeinstellung vieler Landwirte ist die Basis für den Erfolg. Wir haben mit Massey Ferguson heute eine Top Produktpalette und bieten perfektes Service über mehr als 100 unabhängige Partner in Zentraleuropa. Als einer der wenigen Importeure führen wir in Schwechat ein perfekt organisiertes Ersatzteillager und sind in der Lage alle Teile über Nacht auszuliefern. Dies wird vom Landwirt auch geschätzt und wurde mit 27% Zuwachs im ersten Halbjahr entsprechend honoriert. Äusserst positives Kundenecho und der aktuelle Auftragsstand von plus 40% zeigen jetzt schon den Trend für die zweite Jahreshälfte. Mit ProfiRENT bieten wir ein völlig neues Nutzungskonzept für Traktoren.

Ing. Erwin Hiegesberger, Fendt Österreich

In den ersten 6 Monaten im heurigen Jahr konnte Fendt in Österreich um 22,5% mehr Traktoren anmelden als noch im selben Zeitraum 2005. Wir danken allen Fendt-Kunden für das weiter wachsende Vertrauen in die technisch führende Traktorenmarke aus Bayern. Die Kosten- und Nutzenvorteile der Vario-Technologie überzeugen immer mehr. Bisher vor allem im Leistungssegement über 100 PS. Denn in dieser Liga der Großtraktoren führt Fendt klar mit 23,7% Marktanteil. Und ab jetzt bietet Fendt die Vario-Technologie auch in der Kompakt-Klasse an. Wir sind überzeugt, dass der neue "Alpen-Vario" den Markt ab 80 PS in Bewegung bringen wird.

Burkhard Babinger, John Deere

Die positive Entwicklung des österreichischen Traktorenmarktes ist sicher für jeden in der Branche mehr als überraschend.Die enormen Zuwächse sind aus meiner Sicht als teilweise Entspannung der Verunsicherungen unserer Kunden im Herbst 2005 zu sehen. Einige offene Themen (EU Förderungen, Zuckerrüben, Energie) sind nun klarer bzw.. für die nächsten Jahre kalkulierbarer.Diese Entwicklung zeigt wieder einmal mehr wie stark die Landtechnikbranche von Politik und Stimmung abhängig ist.In diesem Fall erfreulicherweise sehr positiv. Mit einem Zuwachs von 148 Traktoren in den ersten 6 Monaten ist John Deere der klare Gewinner am Markt. Dieser Erfolg ist Beweis für das Vertrauen welches die österreichschen Landwirte in Österreichs stärkste´ Vertriebs- und Servicestruktur und in die Zuverlässigkeit der Marke John Deere setzen.Wir möchten uns an dieser Stelle für diese Vertrauen bei unseren vielen Kunden herzlich bedanken !


Aktualisiert am: 06.09.2006 08:54
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