Top-Grassilage ergibt Top-Milchleistung

Die Grassilage soll eine hohe Energiekonzentration und beste Gärqualität aufweisen. Fehler bei der Futterernte können gravierende Folgen haben, bei der Futterqualität, der Milchleistung und auf dem Konto.
Die optimale Schnitthöhe im Dauergrünland liegt bei 5 bis 7 cm, bei Feldfutter bei 8 cm.
Die optimale Schnitthöhe im Dauergrünland liegt bei 5 bis 7 cm, bei Feldfutter bei 8 cm.
Gräser wie Knaulgras, Wiesenrispe, Weidelgras, etc. enthalten beim Ähren-/Rispenschieben viel wasserlöslichen Zucker und eignen sich dadurch hervorragend zum Silieren. Wer seine Bestände oft nutzt, sollte Untergräser forcieren und nachsäen. Sie halten die Narbe dicht, sind nutzungselastischer und vertragen eine höhere Schnittfrequenz besser als Obergräser. Die Schnitthöhe soll bei 5 bis 7 cm, bei Feldfutter auf 8 cm liegen. Dies verhindert eine Verschmutzung mit Erde und fördert den Wiederaustrieb der Pflanzen. Liegt der Rohaschegehalt in der Silage über 10 %, sinkt der Energiegehalt und das Risiko für Fehlgärungen (Buttersäurebildung) nimmt zu. Je Prozentpunkt Rohascheanstieg verliert die Silage ca. 0,1 MJ NEL pro kg TM.
Anwelken und verdichten
Der optimale Anwelkgrad liegt bei 30 bis 40 % TM. Unter 28 % TM treten Gärsaftverluste und Buttersäuregärung auf. Ein zu starkes Anwelken auf über 40 % macht Probleme beim Verdichten. Die Verdichtung soll je nach TM-Gehalt zwischen 200 und 225 kg / m³ Silage liegen. Dafür müssen Anlieferleistung und Walzgewicht aufeinander abgestimmt sein. Als Grundsatz gilt: Anliefermenge in Tonnen Frischmasse pro Stunde dividiert durch 3. Um eine hohe Verdichtung zu erzielen, muss für das Walzen zwischen zwei Fuhren mindestens 15 Minuten Zeit sein. Gute Rundballensilage beginnt bei der optimalen Schwadform. Diese muss kastenförmig sein und der Fahrer darf nicht in Schlangenlinien fahren. Bei Grassilage ist es auf alle Fälle empfehlenswert, den vom Hersteller höchstmöglichen Pressdruck einzustellen. Rundballen sind sofort nach dem Pressen mindestens 6-lagig einzuwickeln. Fahr- bzw. Hochsilos sollten unmittelbar nach dem Ende des Befüllens mit Folie sowie Schutzgitter versiegelt werden.

Autor: Michael Schilling, Edelschrott

Mehr darüber erfahren Sie in Ausgabe 10/2013 von „Der fortschrittliche Landwirt“.

Weiters in dieser Ausgabe:
  • Schweizer Milchmarkt
  • Wie sich europäische Molkereien auf das Quetenende vorbereiten
  • Sonderbeilage: Bearbeitung von Kraftfutter für Rinder Teil 2
  • Klauenrehe bei Mutterkühen




Aktualisiert am: 06.05.2013 16:54
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