Todesfall - Was tun?

Der Tod eines nahen Angehörigen ist ein schwieriges Ereignis im Leben eines jeden Menschen. Trotzdem müssen Maßnahmen in einer bestimmten Reihenfolge, aber auch in einer bestimmten Zeit erledigt werden.
Neben den Angehörigen müssen auch noch andere über das Ableben informiert werden.
Neben den Angehörigen müssen auch noch andere über das Ableben informiert werden.
Die ersten Schritte hängen vom Sterbeort ab. Stirbt Ihr Angehöriger zu Hause muss als erstes der behandelnde Arzt, bzw. der Gemeinde-, Distrikts- oder Sprengelarzt informiert werden. Sollten Sie den Arzt, z.B. an Wochenenden nicht erreichen, kann ihn die Rettungsdienststelle benachrichtigen. Er stellt den Totenschein aus, den Sie für alle weiteren Behördengänge benötigen. Der Totenschein enthält Todesursache und Todeszeitpunkt und ist für die Sterbeurkunde (vom Standesamt) notwendig.
Achtung: Vor der Totenbeschau darf an dem Verstorbenen oder der Verstorbenen keine Veränderung (auch kein Umkleiden) vorgenommen werden!
Bei Selbstmord oder ungeklärtem Unfalltod muss zusätzlich die Polizei informiert werden. Stirbt Ihr Angehöriger im Krankenhaus, Pflegeheim, Pensionistenheim oder Hospiz, dann ist der erste Schritt der Anruf beim Bestattungsunternehmen. Kleider, mit denen der Verstorbene zur Einsargung bekleidet werden soll, müssen ins Krankenhaus (Pflege-, Pensionistenheim, Hospiz) oder zum Bestatter gebracht werden. Stirbt Ihr Angehöriger an einem öffentlichen Ort, werden Sie durch die zuständige Sicherheitsdienststelle verständigt. Dabei wird Ihnen auch mitgeteilt, wohin der Verstorbene gebracht wurde. Nehmen Sie möglichst rasch Kontakt mit Ihrem Bestatter auf. Das Bestattungsunternehmen erledigt die erforderlichen Überführungsformalitäten.

Zeit nehmen
Das Realisieren des Todes ist für die Bewältigung der Trauer sehr wichtig. Nehmen Sie sich Zeit für die Verabschiedung von Ihrem Verstorbenen und verständigen Sie Angehörige, die das ebenfalls gerne tun möchten. Diese Zeit ist eine schwere, aber auch wertvolle Zeit. Besonders bei unerwarteten Todesfällen, wie z.B. Unfall, ist das Abschiednehmen für die weitere Bewältigung der Trauer von großer Bedeutung. Da es in dieser Krisensituation häufig zu Überforderung kommt, bieten professionelle Einrichtungen Krisenintervention zur persönlichen Begleitung an.

Gedanken zur Bestattung
Grundsätzlich gilt in Österreich Bestattungspflicht. Die Durchführung der Bestattung ist in den Bestattungsgesetzen der Bundesländer festgelegt. Die
Fristen für die Durchführung der Bestattung sind je nach Bundesland unterschiedlich. Ausnahmen sind möglich, müssen aber gesondert genehmigt werden. Gibt der Totenbeschau-Arzt den Verstorbenen frei, können Sie das Bestattungsunternehmen informieren. Diese holt den Verstorbenen ab und bekleidet ihn für die Bestattung.
Dabei müssen Sie folgende Überlegungen anstellen, falls der Verstorbene keine Vorkehrungen getroffen hat:
• Welche Art der Bestattung? Erd- oder Feuerbestattung
• Welcher Friedhof, Grabstelle? Gibt es ein Familiengrab? Die entsprechenden Ruhefristen unterliegen der Friedhofsordnung.
• Einsegnung durch einen Geistlichen?
• Trauerredner
• Todesanzeige, Gedenkbilder
• Zeitungseinschaltungen
Eine Hausaufbahrung ist vielerorts nicht mehr möglich. Nähere Informationen erhalten Sie beim Bestattungsunternehmen.

Autorin: Angelika KONRAD, St. Peter Freienstein


Aktualisiert am: 21.10.2009 14:38
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