Tirols Rinderbauern sichern 20.000 Arbeitsplätze

Eine Studie über die Leistung und Bedeutung der heimischen Rinderbauern für die Volkswirtschaft hat ergeben, dass diese nicht nur für die Landwirtschaft von hoher Bedeutung sind. Auch für den Tourismus und die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche spielt die Rinderhaltung eine große Rolle.
Nicht nur die Pflege der Kulturlandschaft und die Erhaltung vieler Arbeitsplätze stellen die Rinderbauern sicher.
Nicht nur die Pflege der Kulturlandschaft und die Erhaltung vieler Arbeitsplätze stellen die Rinderbauern sicher.
"Auch für vor- und nachgelagerte Bereiche und den Tourismus hat die Rinderwirtschaft erheblich positive Auswirkungen. Allein in Tirol werden in diesem Bereich 20.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt gesichert und es entsteht eine Gesamtwertschöpfung von 830 Mio. Euro", so der Studienautor Univ.-Prof. Friedrich Schneider von der Linzer Johannes-Kepler-Universität. Bundesweit können 142.000 Jobs mit einer Gesamtwertschöpfung von 5,5 Mrd. Euro der Rinderhaltung verdankt werden.

Leistungen der Bauern hervorheben
Initiiert wurde die Studie durch die Österreichische Hagelversicherung. "Als Spezialversicherer in der Landwirtschaft wollen wir die Leistungen der Rinderbauern entsprechend hervorheben. Sie erzeugen 365 Tage im Jahr höchst qualitative Produkte und garantieren eine gepflegte Kulturlandschaft für die Tourismuswirtschaft. Die Studie beweist, dass die Rinderbauern für die Wirtschaft unverzichtbar sind", erläutert Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger.

Rinderbauern als tragende Säule der Landwirtschaft
"Gerade in Tirol ist die Viehwirtschaft existenziell. Unsere Betriebe sorgen für eine intakte Almwirtschaft und pflegen rund 100.000 ha Heimfutterfläche sowie 200.000 ha Almfutterfläche. Gäbe es sie nicht mehr, so wäre auch eine flächendeckende Landwirtschaft bei uns nicht mehr möglich. Die Rinderbauern sind somit eine der tragenden Säulen unserer Landwirtschaft, aber auch der ländlichen und städtischen Gesellschaft", betont LK-Präsident Josef Hechenberger. Neben der Milcherzeugung sehe er gerade im Bereich der Qualitätsfleischprogramme, wie beispielsweise beim "Tiroler Kalbl", Chancen für die bäuerlichen Betriebe.

Breiter Versicherungsschutz
Seit 2003 ist bei der Hagelversicherung auch eine Absicherung des Rinderbestands möglich. Sie deckt Verendungsfälle bei Rindern infolge von Unfall, Krankheit und Nottötung. Inkludiert sind auch Totgeburten sowie die Nichtverwertbarkeit von Schlachtkörpern. "Mit der Rinderversicherung ist auch automatisch eine finanzielle Absicherung gegen Unwetterschäden im Grünland gegeben. Immer mehr Rinderbauern sind von diesem breiten Versicherungsschutz überzeugt", unterstreicht Weinberger. Ausfälle in der Tierhaltung seien unvermeidbar. Bereits 35% des Gesamtrinderbestandes sind hierzulande versichert - in Tirol immerhin mehr als 50.000 Tiere. (AIZ)

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Aktualisiert am: 19.03.2011 10:52
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