Tirolerin ist neue Bundesbäuerin

Am 13. Februar wurde das Amt der „obersten Bäuerin“ Österreichs an die Tiroler Landesbäuerin und Landtagsabgeordnete Resi Schiffmann übergeben. Neben ihrer politischen Tätigkeit auf Bundesebene wird sie aber nach wie vor ihr Amt als Tiroler Landesbäuerin ausüben. Ambitioniert stellte sie ihre zukünftigen Arbeitsziele in Wien vor.
Bundesbäuerin und Tiroler Landesbäuerin LAbg. Resi Schiffmann. Bildautor: privat
Bundesbäuerin und Tiroler Landesbäuerin LAbg. Resi Schiffmann. Bildautor: privat
Resi Schiffmann ist seit 22 Jahren als Funktionärin in der Tiroler Bäuerinnenorganisation tätig. Davon 13 Jahre als Bezirksbäuerin und vier Jahre als Tiroler Landesbäuerin. Nach ihrer Ausbildung an der agrarpädagogischen Akademie Ober-St. Veit, war sie drei Jahre als Beraterin in der Bezirkslandwirtschaftskammer Imst mit Rat und Tat zur Stelle. Während dieser Zeit eignete sie sich bereits fundiertes Wissen rund um die Tiroler Bäuerinnenorganisation an. Sie bewirtschaftet, gemeinsam mit ihrem Mann Andreas, den „Grillhäuslhof“ in Weerberg als Nebenerwerbsbetrieb. Milchwirtschaft und Direktvermarktung von Schnäpsen und Likören bilden dabei die Einkommensgrundlagen ihres Hofes.

Betrachtet man den Menschen Resi Schiffmann, so begegnet man einer ruhigen und überlegten Persönlichkeit mit viel Heimatverbundenheit. Was ihr widerstrebt, ist das oftmals falsch dargestelltes Bild der Bäuerin und Bauern, das Klischee des „Landschaftspfleger“ und „Jammernden“ als völlig verzerrte Darstellung der Wirklichkeit. Ein besonderes Anliegen ist auch die Verbesserung der Lebensqualität der Frauen am Hof, die durch den steigenden Zu- und Nebenerwerb immer größeren Belastungen ausgesetzt sind. Sie war die Antriebsfeder des gemeinsam mit der LK Tirol Im April 2006 initiierten Projektes „Lebensqualität Bauernhof“.

Wie wichtig diese Initiative für die Tiroler Bäuerinnen und Bauern ist, zeigten der große Zulauf und die raschen Erfolge. Als Landesbäuerin hatte und hat sie sich stets hohe Ziele gesteckt. Zu den Schwerpunkten zählten dabei die klare Definition der Rolle der Bäuerin, die Absicherung der bäuerlichen Familienbetriebe und die Gemeinschaftspflege.


Aktualisiert am: 06.03.2007 13:36
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